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Sana erhält Zuschlag für Biberacher Kliniken

Im Bieterverfahren um die Kliniken des Landkreises Biberach hat sich der private Betreiber Sana durchgesetzt. In seiner Sitzung am Freitag stimmte der Kreistag für eine Mehrheitsbeteiligung der Sana Kliniken an den Krankenhäusern in Biberach, Riedlingen und Laupheim. Ende November war nach Angaben von Landrat Heiko Schmid auch der ebenfalls privaten Klinikkonzern Helios noch im Rennen gewesen, der ebenfalls ein Angebot vorgelegt hatte. Die Zustimmung des Bundeskartellamts vorausgesetzt, überträgt der Landkreis nun aber zum Jahreswechsel 74,9 Prozent der Anteile seiner Klinikgesellschaft an Sana.

Sana-Vorstand Thomas Lemke wertete die Entscheidung vom Freitag als Votum für das regional ausgewogene Konzept seines Unternehmens. Mit der strategischen Partnerschaft werde eine zukunftsfähige Krankenhausstruktur auf den Weg gebracht. Die breite Zustimmung zahlreicher Mandatsträger auch über die Fraktionen hinweg zeuge vom Vertrauen in das Standortkonzept und dessen positive Perspektiven für Medizin und Mitarbeiter, sagte der Generalbevollmächtigte Uwe Gretscher.

Sana will nun bis 2017 eine neue Zentralklinik am Standort Biberach mit 350 bis 500 Betten errichten, und die Versorgung in Riedlingen und Laupheim in der Übergangszeit aufrecht erhalten. Insgesamt 103 Millionen Euro will der Konzern dafür investieren, 70 Millionen Euro für den Neubau, acht Millionen für Investitionen in die medizintechnische Ausstattung, 15 Millionen für einen Sozialfonds zur Unterstützung der Beschäftigten und noch einmal zehn Millionen für die Stärkung der Kapitalrücklage.

Insgesamt hat Sana 2012 damit vier Bieterverfahren um insgesamt acht Krankenhäuser für sich entschieden. Konzernchef Michael Philippi sprach von einer positiven Akquisitionsbilanz.

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