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Transplantationsaffäre erreicht Uniklinik Leipzig

Nach Unregelmäßigkeiten bei Organspenden an mehreren deutschen Krankenhäusern hat der Skandal auch das Universitätsklinikum Leipzig erreicht. Als Konsequenz aus Falschangaben zu Lebertransplantationen seien der Direktor des Transplantationszentrums sowie zwei Oberärzte mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden, teilte das Universitätsklinikum gestern mit. Bei Kandidaten für Lebertransplantationen seien falsche Angaben gemacht worden, um sie auf der Warteliste bei Eurotransplant nach oben zu schieben, sagte der medizinische Vorstand des Uni-Klinikums Leipzig, Prof. Wolfgang Fleig, der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Man habe die Patienten kranker gemacht, als sie wirklich gewesen seien.
 
Derzeit prüfen die Prüfungskommission und die Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband die Einhaltung der Transplantationsrichtlinien in allen deutschen Transplantationszentren. Eine am 10. Dezember 2012 begonnene Stichprobenprüfung der in den Jahren 2010 und 2011 am UKL lebertransplantierten Patienten ergab Hinweise auf Dokumentationsmängel und Regelverstöße insbesondere bei der Angabe von Nierenersatzverfahren. Diese externe Untersuchung wird im Januar 2013 fortgesetzt werden.

 

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