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Deutschland kämpft zu wenig um ältere Pflegende

Der Leiter des Instituts für angewandte Pflegeforschung (dip) Frank Weidner hat beklagt, dass hierzulande zu wenig getan werde, um ältere Pflegende länger im Beruf zu halten. Während es etwa in den skandinavischen Ländern spezielle Programme gebe, um die Kompetenz und Erfahrung älterer Fachkräfte zu nutzen, läge die Rate für die Frühverrentung in der Pflege in Deutschland doppelt so hoch wie der Durchschnitt aller Berufsgruppen, sagte Weidner in einem heute veröffentlichten Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. So ginge wertvolles Personal verloren, zumal in einer Zeit, in der der Markt für Pflegekräfte praktisch leergefegt sei.

In den skandinavischen Programmen müssten die älteren Kollegen keine Nachtdienste mehr machen und seien vor allem in der Beratung von Patienten und Angehörigen tätig oder kümmerten sich um Demenzkranke. Ergänzend rät er den deutschen Krankenhäusern, attraktive Angebote für Mütter zu machen, die wieder in den Beruf einsteigen wollten. Die hohe Zahl der in Teilzeit Beschäftigten führt er auch auf die schlechten Arbeits- und Rahmenbedingungen zurück. Wären diese besser, „würden mehr Vollzeit arbeiten“, ist Weidner überzeugt. Allein könnten die Kliniken die Probleme nicht lösen, zumal dies Geld koste. Aber sie dürften sich auch nicht aus der Verantwortung stehlen.

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