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Weidner kritisiert deutschen „Sonderweg" zur Pflegeausbildung

Der Direktor des deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (dip) Frank Weidner hat die Entscheidung des EU-Parlaments über die Zulassungsvoraussetzungen zur Pflegeausbildung kritisiert. Die vergangene Woche verabschiedete Neufassung einer entsprechenden Richtlinie sieht nicht mehr wie ursprünglich einmal beabsichtigt, eine EU-weit gültige Mindestanforderung von 12 Jahren allgemeiner Schulbildung vor, sondern lässt alternativ auch 10 Jahre zu. Für diesen „Sonderweg“, der zudem „im Kern pflege- und frauenfeindlich“ sei, habe sich insbesondere die scheidende Bundesregierung stark gemacht und Deutschland damit „einen Bärendienst erwiesen“, so Weidner.

Der dip-Chef sprach der deutschen Gesundheitspolitik die Bereitschaft ab, „seine Hausaufgaben in Sachen Pflege zu machen.“ Der Pflegestandort Deutschland habe in den vergangenen Jahren an Konkurrenzfähigkeit verloren. Aufgrund von schlechter Bezahlung und belastenden Arbeitsbedingungen flüchteten Pflegekräfte in die Nachbarländer, „und im gleichen Atemzug bittet man das Ausland, die hiesigen Strukturprobleme mit der Entsendung von Pflegefachkräften zu beheben.“ Das ergebe ein „trauriges Gesamtbild deutscher Pflegepolitik.“

Bereits vergangene Woche hatte die Vizepräsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) Gertrud Stöcker in einem Interview mit dem Pflegefachportal Station24 unter anderem kritisiert, dass das Beharren auf 10 Jahren Mindestanforderung Deutschland in Europa und international isoliere und das Pflegeniveau in die Zweitklassigkeit abdrifte. Die Schuld dafür liege aber eindeutig bei der deutschen Gesundheitspolitik und nicht bei der EU. Positiv wertete Stöcker die Integrierung von 8 sogenannten Kompetenzprofilen in die EU-Richtlinie, die im Rahmen der Pflegeausbildung erworben werden müssen, unabhängig von der Anzahl der zuvor geleisteten Schuljahre oder der Art oder dem Ort der Ausbildung.

Das komplette Gespräch mit DBfK-Vizepräsidentin Stöcker können registrierte User exklusiv auf dem Pflegeportal Station24 lesen.

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