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SPD-Pflegeexpertin kritisiert private Anbieter

Die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in Schleswig-Holstein, Birte Pauls, hat den Landesverband der privaten Anbieter sozialer Dienste (bpa) kritisiert. Der hatte zu Wochenbeginn Zahlen aus einer internen Umfrage zur Pflegekammer veröffentlicht und geschlussfolgert, die beruflich Pflegenden selbst wollten keine Verkammerung. Pauls warf dem bpa Respektlosigkeit vor. Es sei befremdlich, wenn der Verband die von ihm abhängig Beschäftigten zu etwas befrage, die Antwort aber bereits von vorneherein feststehe. Der bpa hat sich immer wieder eindeutig gegen eine Pflegekammer positioniert.

„Ich finde es sehr bedauerlich, dass die privaten Anbieter mit aller Macht versuchen, die Pflege künstlich klein zu halten“, sagte Pauls Mitte der Woche in Kiel. Gerade die Einrichtungen und ihre Träger könnten von einer starken Pflege profitieren. Stattdessen werde ein Fachkräftemangel beklagt, der wiederum mit einer Qualitätssenkung beantwortet werden solle, etwa durch herabgesetzte Zugangskriterien oder die Aufweichung der Fachkraftquote. So schaffe man garantiert keine Zufriedenheit beim Pflegepersonal, so Pauls. Sie empfahl dem bpa den „Blick über den Tellerrand“: Der Grund warum immer mehr Pflegend eins Ausland abwanderten, seien bessere Rahmenbedingungen und dazu zählten auch Pflegekammern.

Der Förderverein Pflegekammer Niedersachsen schloss sich der Kritik Pauls an und zweifelte an der Aussagekraft der bpa-internen Befragung. Das Vorgehen spreche weder für Unabhängigkeit noch für Seriosität, zumal bislang keine Belege für die Umfrageergebnisse vorlägen. „Alle Pflegekräfte, die in bpa-Einrichtungen beschäftigt sind, dürften nach der aufwendigen Anti-Pflegekammer-Kampagne des bpa unmissverständlich verstanden haben, dass aus Sicht ihres Arbeitgeberverbandes die Zustimmung zur Pflegekammer unerwünscht ist“, heißt es in einem Eintrag auf der Webseite des Fördervereins. Es sei also davon auszugehen, dass die Befragten "erwünschte Antworten" gegeben oder sich gar nicht erst beteiligt hätten. Schließlich zähle der bpa nach eigenen Angaben 450 Mitgliedseinrichtungen in Schleswig-Holstein, an der internen Befragung hätten sich aber nur 381 Beschäftigte beteiligt. Das hieße, es sei dem Verband „nicht einmal gelungen, wenigstens eine Pflegekraft pro Einrichtung dazu zu bewegen, sich an seiner Befragung zu beteiligen“, so der Förderverein.

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