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OECD stellt neuen Gesundheitsbericht vor

Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) hat ihren Gesundheitsbericht „Health at a Glance“, „Gesundheit auf einen Blick“, veröffentlicht. Darin untersucht sie unter anderem die Entwicklung der Gesundheitsausgaben, des allgemeinen Gesundheitszustandes und des Zugangs zu Gesundheitsleistungen in den Mitgliedsstaaten.

Die Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit sind demnach seit dem Jahr 2000 konstant gestiegen, auch wenn sich das Wachstum seit 2009 merklich abgeschwächt hat. Im Gegenzug sind inzwischen die Bevölkerungen in fast allen OECD-Ländern – mit Ausnahme der USA und Mexiko - krankenversichert, Umfang und Grad des Versicherungsschutzes variieren jedoch erheblich. Gleichzeitig kam es auch in der Mehrzahl der Länder zu Verbesserungen in der Akut- und Grundversorgung. So stieg etwa die Überlebenschance von Patienten mit lebensbedrohlichen Krankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Krebs.

Auch die Ärztelandschaft verdichtete sich in den meisten OECD-Staaten, wobei es zwei mal so viele Fachärzte wie Allgemeinmediziner gibt. Deutschland kommt auf eine überdurchschnittliche Dichte an medizinischem Personal mit 3,8 Ärzten und 11,4 Pflegekräften pro 1.000 Einwohner im Jahr 2011. Die OECD-weiten Vergleichswerte liegen bei 3,2 Medizinern und 8,8 Pflegenden. Auch bei der Zahl Krankenhausbehandlungen gehört die Bundesrepublik mit 244 Behandlungen pro 1.000 Einwohner zur Spitzengruppe: Lediglich in Österreich werden mit 273 Behandlungen noch mehr Patienten stationär versorgt als hierzulande.

Eine große Herausforderung sieht die OECD auf die Pflegesysteme der Länder zukommen, vor allem in Folge der steigenden Lebenserwartung. Diese liege im OECD-Raum inzwischen bei mehr als 80 Jahren, wobei die meisten über 80-Jährigen in Japan, Spanien und Deutschland leben. Dieser Trend werde sich in den kommenden Jahrzehnten weiter verstärken und etwa einen Anstieg an Demenzerkrankungen mit sich bringen. Gegenwärtig, so die OECD, sind etwa 25 Prozent der über 85-Jährigen betroffen. Der steigende Bedarf an Pflegeleistungen werde deshalb „Anstrengungen bei der Ausbildung von Fachkräften erfordern und den weiteren Ausbau von stationären Einrichtungen nötig machen“, bilanziert die Organisation. Daneben sollte die Prävention an oberster Stelle stehen.

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