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bpa und Verdi sehen keinen Nutzen in Pflegekammer

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) und die Gewerkschaft Verdi haben erneut die Gründung einer Pflegekammer in Niedersachsen abgelehnt und ein entsprechendes Eckpunktepapier des Sozialministeriums kritisiert. Die Kosten zur Einrichtung einer Interessenvertretung für professionell Pflegende stünden in keinem Verhältnis zu dem vermeintlich Nutzen, sagte der Verdi-Vertreter David Matrai. Nach Angaben des bpa soll die Selbstverwaltung über einen jährlichen Mindestetat von etwa 4,8 Millionen Euro verfügen.

Der Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Henning Steinhoff verwies nochmals darauf, wie groß der Widerstand gegen eine Verkammerung in Niedersachsen sei. Selbst das Ministerium erkenne an, „dass nach seiner eigenen Umfrage nur eine Minderheit von 42 Prozent der Pflegekräfte für eine Zwangskammer und Zwangsbeiträge ist". Jede vierte Pflegekraft lehne jegliche Beitragszahlung ab und 35 Prozent der Befragten würden höchstens einen monatlichen Beitrags von maximal 5 bis 9 Euro akzeptieren, sagte Steinhoff.

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