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Charité-Warnstreik: Forderungen kosten über 30 Millionen Euro

Der Warnstreik der Charité-Beschäftigten hat mit für Gewerkschaftsverhältnisse ungewöhnlichen Forderungen begonnen. Statt mehr Geld fordert die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, mehr Personal einzustellen. Dafür soll es nach dem Willen der Beschäftigten verbindliche Mindestbesetzungen auf allen Stationen geben. In der Normalpflege also nicht mehr wie bisher 10 Patienten pro Pflegekraft, sondern höchsten 5. Die Kosten für den stärkeren Personalschlüssel bezifferte der Ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei, in Reaktion auf die Streikankündigung auf über 30 Millionen Euro pro Jahr. „Das ist aber kein Thema der Charité", sagte er dem RBB-Inforadio am Montagmorgen. „Man müsste die Frage auf bundespolitischer Ebene klären und nicht im Streik eines einzelnen Hauses." Die Belastung des Personals in den Krankenhäusern ist laut Frei allerdings unbestreitbar hoch.

Der Ausstand der Charité-Beschäftigten soll erst am Dienstag Abend enden. Die Verhandlungen um einen entsprechenden Tarifvertrag laufen bereits seit 2013. Mehr als 10.000 Mitarbeiter hatte Verdi zum aktuellen Warnstreik aufgerufen. In Reaktion sagte die Charité Medienberichten zufolge für beide Tage etwa 400 Operationen ab. In den Notaufnahmen könne es zu langen Wartezeiten kommen.

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