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Gröhe will bei Generalistik Tempo machen

In sechs bis acht Wochen ist mit einem Referentenentwurf für ein Gesetz zur Reform der Ausbildung in der Pflege zu rechnen, der dann die Basis für das weitere gesetzgeberische Verfahren sein wird. Das sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am Donnerstagnachmittag während seiner Sommerreise vor Journalisten. Ziel ist es, die bisherigen drei Berufsbilder des Gesundheits- und Krankenpflegers, des Altenpflegers und der Kinderkrankenpflege zu einer generalistischen Ausbildung zusammenzuführen. „Ich bin total überzeugt von der Generalistik", sagte Gröhe. Künftig solle es einen gemeinsamen Abschluss geben, die Auszubildenden sollen sich aber während der Ausbildung über Module spezialisieren können.

Dies sei vor dem Hintergrund geänderter Anforderungen notwendig, machte der Minister deutlich. Schließlich müssten etwa Krankenpflegekräfte im Krankenhaus künftig verstärkt mit demenziell erkrankten Patienten umgehen, bräuchten also Know how aus der Altenpflege. Andererseits müssten Altenpflegekräfte künftig verstärkt auch Kompetenzen in der Krankenpflege vorweisen.

Befürchtungen, dass die Reform an Finanzfragen oder Streitereien zwischen Bund und Ländern scheitern könnte, trat Gröhe entgegen. Das Pflegeberufegesetz sei sehr intensiv mit den Ländern diskutiert worden. „Auch während der Sommerpause haben intensive Gespräche stattgefunden", sagte Gröhe. Vor allem von Seiten der Grünen und der Linkspartei, die im Bundesrat eine wichtige Rolle spielen, wurde in den vergangenen Monaten immer wieder Widerstand gegen die Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung angekündigt.

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