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Kassen-Reserven weiter sehr groß

Auch zum Ende des ersten Halbjahres 2015 haben die gesetzlichen Krankenkassen Reserven von 15,2 Milliarden Euro. Damit bleibe die Finanzsituation der gesetzlichen Kostenträger weiterhin stabil, teilte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in einer Meldung seines Hauses mit. Viele Kassen hätten ihre Versicherten durch einen niedrigeren durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 0,83 Prozent an ihren hohen Finanz-Reserven beteiligt, anstatt es bei dem bisherigen Sonderbeitrag von 0,9 Prozent zu belassen. Dadurch stünden Einnahmen in Höhe von rund 106,09 Milliarden Euro nach vorläufigen Ergebnissen des 1. Halbjahres 2015 Ausgaben von rund 106,58 Milliarden Euro gegenüber - also eine Differenz von rund 490 Millionen Euro. Ohne diese Mindereinnahmen kämen die 124 gesetzlichen Krankenkassen im 1. Halbjahr zu einem nahezu ausgeglichenen Finanzergebnis.

Die Finanzentwicklung der einzelnen Kassenarten fällt durchaus unterschiedlich aus. Erzielten die Knappschaft-Bahn-See und die Landwirtschaftliche Krankenversicherung Überschüsse von rund 48 und 9 Millionen Euro, so verbuchten die AOKen einen - gemessen an ihren Ende 2014 vorhandenen Finanz-Reserven von rund 6,4 Milliarden Euro - Ausgabenüberhang von rund 112 Millionen Euro. Bei den Ersatzkassen überstiegen die Ausgaben die Einnahmen um rund 191 Millionen Euro.

Sie hatten Ende 2014 Finanz-Reserven von rund 4,9 Milliarden Euro. Insgesamt habe es je Versicherten im 1. Halbjahr 2015 einen Ausgabenzuwachs von 3,9 Prozent gegeben. Im Juni hatte die GKV-Statistik für das 1. Quartal dieses Jahres noch 4,2 Prozent ausgewiesen.

Gesundheitsfonds und Krankenkassen verfügen zum Ende des ersten Halbjahres 2015 über Finanz-Reserven in Höhe von 23,8 Milliarden Euro. Insgesamt biete die Entwicklung des 1. Halbjahres 2015 eine solide Ausgangsbasis für die Finanzentwicklung der GKV in 2015 und in den Folgejahren, so das BMG. Weitere Prognosen zur Finanzentwicklung der GKV im laufenden und im Folgejahr wird Mitte Oktober der aus Experten des Bundesversicherungsamts, des Bundesministeriums für Gesundheit und des GKV-Spitzenverbands bestehende GKV-Schätzerkreis vornehmen.

 

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