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Friedrichs gegen Weiterführung der akademischen Erstausbildung in Modellstudiengängen

Die Präsidentin der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum, Anne Friedrichs, hat den Kabinettsbeschluss zur akademischen Erstausbildung von Hebammen, Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten kritisiert. Dieser sieht vor, die Modellphase um weitere zehn Jahre zu verlängern. „Obwohl alle Auswertungen übereinstimmend zu dem Ergebnis kommen, dass die primärqualifizierenden Studiengänge in der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Hebammenkunde sich bewährt haben und deshalb auf Dauer wünschenswert und machbar sind, zieht das BMG einen völlig unverständlichen Schluss", sagte Friedrichs zu Wochenbeginn in Bochum. International habe sich längst die Erkenntnis durchgesetzt, dass die zunehmende Komplexität im Gesundheitssystem und der sich verändernde Versorgungsbedarf Kompetenzen erforderten, die nur in einem Hochschulstudium vermittelt werden könnten.

Sollte die verlängerte Modellphase hierzulande nun tatsächlich realisiert werden, „ist das ein nicht hinnehmbarer Schaden nicht nur für die Hochschulen und ihre Studierenden, sondern für das Gesundheitsversorgungssystem insgesamt". Mit einem Aufschub der Modellklauseln wäre auch eine Chance vertan, die Studiengänge in den Regelbetrieb der Hochschulen zu überführen, so die hsg-Präsidentin weiter. Sie hoffe, „dass die Bundestagsabgeordneten, insbesondere im Gesundheitsausschuss, die positiven Evaluationsergebnisse zum Anlass nehmen, die Modellklauseln abzuschaffen, statt sie zu verlängern, und endlich die Einführung regulärer Studiengänge zu ermöglichen".

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