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Globalisierung hat Altenpflege erreicht

Die Betreuung von alten und pflegebedürftigen Menschen ist nach Angaben von Mainzer Wissenschaftlern in Deutschland ohne Unterstützung aus dem Ausland kaum noch zu leisten. Schätzungen des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität Mainz zufolge arbeiteten derzeit 100.000 bis 200.000 Pflegearbeiter vor allem aus Osteuropa in deutschen Haushalten, um Personen bei der Versorgung ihrer Angehörigen zu unterstützen. Das geht aus einer entsprechenden Mitteilung von Mittwoch hervor. „Tatsächlich dürfte die Zahl aber wesentlich höher liegen, weil ein Großteil der osteuropäischen Pflegearbeiterinnen illegal tätig ist und nicht erfasst wird", sagte die Professorin für Sozialpädagogik des Instituts, Cornelia Schweppe. Die Beschäftigung ausländischer Pflegekräfte in Privathaushalten sei ein Massenphänomen.

„Wir sehen in der Forschung, dass sich Alter nicht mehr nur national fassen lässt", so Schweppe weiter zu der zunehmenden Globalisierung der Altenpflege. Während in Ländern wie den Niederlanden Pflege viel mehr als staatliche Aufgabe verstanden werde, liege die Altenpflege hierzulande stärker in den Händen der Familie. Das sei nicht nur Wunsch der Betroffenen und Familienangehörigen, sondern auch Maßgabe der Altenpolitik. „Um aber die Betreuung im Privathaushalt überhaupt möglich zu machen, wird zunehmend auf Ressourcen anderer Länder zugegriffen."

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