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Altenpflege

Mindestlohn steigt auf bis zu 15,40 Euro

Die Pflegekommission im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, eine 8-köpfige Arbeitsgruppe aus Arbeitgebern und -nehmern der Pflegebranche, hat sich auf neue Mindestlöhne für Pflegende in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen für die nächsten 24 Monate geeinigt.

 

Die Einigung im Einzelnen

  • Für Pflegehilfskräfte soll der Mindestlohn bis zum 1. April 2022 in vier Schritten auf 12,55 Euro angehoben werden. Der erste Erhöhungsschritt soll am 1. Juli 2020 in Kraft treten - auf 11,60 Euro im Westen und 10,85 Euro im Osten. Zum 1. September 2021 soll in ganz Deutschland ein einheitlicher Mindestlohn in Höhe von 12 Euro gelten.
  • Neu eingeführt wird ein Mindestlohn für Pflegefachkräfte mit ein- oder zweijähriger Ausbildung. Sie sollen bis zum 1. April 2022 einheitlich mindestens 13,20 Euro erhalten.
  • Ebenfalls neu eingeführt wird ein Mindestlohn für dreijährig ausgebildete Pflegefachpersonen. Für sie soll künftig ein Mindestlohn von 15 Euro gelten. Dieser soll bis zum 1. April 2022 auf 15,40 Euro steigen.
  • Ab Juli 2021 sollen für Beschäftigte in der Altenpflege in den neuen und alten Bundesländern die gleichen Mindestlöhne gelten.
  • Pflegende haben künftig Anspruch auf 25 bzw. 26 Tagen Urlaub im Jahr.

 

Noch keine Einigung bei allgemeinverbindlichem Tarifvertrag

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) begrüßte die Empfehlungen der Pflegekommission und hob besonders die Angleichung der Mindestlöhne in Ost- und Westdeutschland hervor.

Bislang keine Einigung wurde jedoch bei der Möglichkeit eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrags in der Altenpflege erzielt - für Heil der „bessere Weg, zu Verbesserungen für die Beschäftigten in der Pflege zu kommen“. Er forderte die Tarifpartner auf, ihre Verhandlungen zu einem Abschluss zu bringen.

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