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Generalistikdebatte wird immer absurder

Am Dienstag hatten die Koalitionspartner von CDU/CSU und SPD angekündigt, sich auf einen Kompromiss in Sachen Pflegeberufereformgesetz geeinigt zu haben. Auf der extra einberufenen Pressekonferenz wurde der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach aber von seiner eigenen Partei gestoppt und erschien nicht zum kurzfristig anberaumten Termin. 

Der Kompromiss sah vor, dass zwar die Gesundheits- und Krankenpflege durch eine generalistische Ausbildung ersetzt wird. Die Altenpflege und die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sollten aber erhalten bleiben. In den ersten beiden Jahren sollte dort aber ebenfalls generalistisch ausgebildet werden. Nach zwei Jahren hätten sich die Auszubildenden entscheiden können, ob sie im dritten Jahr einen generalistischen Abschluss anstreben oder sich direkt für die Alten- oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege qualifizieren lassen wollen. Vor der Entscheidung sollte nach zwei Jahren eine Prüfung stehen. Wer diese besteht, sollte bereits als Pflegeassistent qualifiziert sein.

Großen Widerstand soll es nach BibliomedPflege-Informationen vor allem seitens Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) gegeben haben. Sie halte daran fest, die drei bisherigen Ausbildungswege in der Gesundheits- und Kranken-, Gesundheits- und Kinderkranken- sowie der Altenpflege zu einem generalistischen Berufsbild zusammenzufassen. 

Zum Kompromissvorschlag kritisch äußerte sich der Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus. „Positiv ist die Weiterentwicklung für die Gesundheits- und Krankenpflege. Mit großer Sorge blicke ich aber auf die Alten- und Kinderkrankenpflege, sollte sich dieser Kompromiss durchsetzen“, sagte Westerfellhaus gegenüber BibliomedPflege. (MIL)

Weitere Einzelheiten zu der „Peinlichen Posse um das Pflegeberufereformgesetz

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