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Studie um Patiententötungen sorgt für Aufregung

Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Witten/Herdecke sorgt aktuell für kontroverse Diskussionen in der Gesundheitsbranche. Wie „Welt am Sonntag“ berichtete, hätten die Forscher rund 5.000 Ärzte, Kranken- und Altenpfleger danach befragt, ob sie in den vergangenen zwölf Monaten aktiv lebensbeendende Maßnahmen an Patienten vorgenommen oder in ihrem beruflichen Umfeld beobachtet hätten. Gut drei Prozent der Ärzte in Krankenhäusern sollen angegeben haben, dass sie dies selbst bereits getan hätten. Das äußerten dem Bericht zufolge auch fünf Prozent der Altenpfleger und 1,5 Prozent der Krankenpfleger. In Pflegeheimen sollten die Ergebnisse ähnlich ausgefallen sein. Hochgerechtet auf alle Ärzte, Alten- und Krankenpfleger in Kliniken und Heimen ergäben sich laut Wissenschaftler bundesweit rund 21.000 Fälle von Patiententötungen. 

Gesundheitspolitiker und Patientenschützer haben allerdings Zweifel an der Seriosität der Studie der Wissenschaftler um den Psychiater und Psychotherapeuten Karl H. Beine geäußert. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), bezeichnete die Ergebnisse – sollten sie sich als zutreffend herausstellen – als „Skandal“ und forderte schnellstmögliche Klarheit. Auch der Gesundheitsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, sagte: „Ich hoffe sehr, dass diese Zahl viel zu hoch ist.“ Er warnte davor, die Berufsstände unter Generalverdacht zu stellen.

Wie am Montag einige Medien berichteten, räumten mittlerweile die Forscher selbst ein, dass ihre Fragen missverstanden werden konnten. Studienteilnehmer hätten auch das Abstellen von Maschinen aufgrund von Patientenverfügungen gemeint haben können. (MIL)

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