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  • 01.09.2016

Neuer Bachelor-Studiengang für die neurologische Pflege

NeuroCare im Fokus

Die Schwester Der Pfleger

Ausgabe 9/2016

Die Fachhochschule der Diakonie, Bielefeld, hat einen Schwerpunkt NeuroCare entwickelt, der auf die Pflege neurologisch erkrankter Menschen fokussiert. Dieser ist in den Bachelor-Studiengang Pflege integriert. Das Studium ist ohne Abitur möglich.

 

Die Anzahl von Menschen mit neurologischen Erkrankungen wächst. Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, neurodegenerative Erkrankungen, Epilepsie, Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson sind in der Regel mit vielfältigen und nachhaltigen Beeinträchtigungen der Lebensqualität verbunden. Die professionelle pflegerische Versorgung dieser Patientengruppe erfordert umfassende Kenntnisse und setzt international in der Regel einen Masterabschluss voraus. 

Bachelor-Studiengang für erfahrene Pflegende

Mit dem Studiengang Pflege wird professionell Pflegenden der erste akademische Abschluss ermöglicht. Der Studiengang richtet sich an berufserfahrene und berufstätige Pflegende. Die Regelstudienzeit beträgt 30 Monate mit rund 15 Präsenztagen pro Semester zuzüglich E-Learning-Einheiten. Diese können komfortabel von zu Hause aus erarbeitet werden. Das Studium ist gut neben dem Beruf zu organisieren. Die Aneignung von Wissen erfolgt in der Regel im Selbststudium. Um die gelernten Inhalte zu verinnerlichen und zu verstehen, ist eine reflexive Auseinandersetzung notwendig. Diese Reflexion und das Finden einer Haltung zum Thema „Pflege und Wissenschaft" finden in Lerngruppen und während der Präsenztage statt. 

Für das Studium wird eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Darüber hinaus ist entweder die Fachhochschulreife/Abitur notwendig oder drei Jahre Berufserfahrung in einem pflegerischen Arbeitsfeld. 

Wichtige Kompetenzen für die neurologische Pflege 

Der Schwerpunkt NeuroCare umfasst 20 Credit Points mit einem Arbeitsaufwand von insgesamt 500 Stunden, davon zirka 20 Präsenztage an der Hochschule. Er ist akkreditiert und basiert auf den Empfehlungen der European Association of Neurosciences Nurses (van Keeken et al. 2008). Der Schwerpunkt ist in drei Module unterteilt: 

  • NeuroCare Acute: In diesem Modul liegt der Schwerpunkt auf der Akut- und Notfallversorgung. Der Kompetenzerwerb fokussiert auf die Stabilisierung des Gesundheitszustandes nach schweren physischen Krisen und lebensbedrohlichen Situationen, um dauerhafte Beeinträchtigungen zu verhindern. 
  • NeuroCare Rehabilitation: Dieses Modul setzt auf Teilhabe und das soziale Umfeld. Pflegende erwerben Kompetenzen, mit denen die Kontinuität in der Versorgung gewährleistet und Angehörige beraten werden können. 
  • NeuroCare Palliative: Dieses Modul setzt an der letzten Lebensphase an. Es fokussiert auf den fortschreitenden Abbau der Fähigkeiten und Möglichkeiten sowie auf die Bedeutung dieser Phase für die Angehörigen. 

Neben diesem optionalen Schwerpunkt ist das Studium auf wissenschaftliches Denken und Arbeiten ausgerichtet, mit dem Ziel, klinische Expertise zu erlangen und Sicherheit und Wohlbefinden der Versorgten zu gewährleisten.

Während des Pflegestudiums können zudem verschiedene Weiterbildungszertifikate erlangt werden wie zum Beispiel Zertifikat Case Management der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC), Pflegeberatung nach § 71 SGB XI oder verantwortliche Pflegefachkraft gemäß § 71 SGB XI. Im Umkehrschluss werden Zertifikate von den einschlägigen Berufsverbänden anerkannt und auf das Studium angerechnet. 

 

Weitere Informationen zum neuen Studiengang erhalten Sie über die Autorinnen und unter www.fh-diakonie.de/.cms/Studienangebote/Pflege/220 

 

 

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