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  • 01.05.2016

Traineeprogramm

Für Intensivpflege begeistern

Die Schwester Der Pfleger

Ausgabe 5/2016

Am Universitätsklinikum Freiburg wird seit kurzem eine besondere Qualifizierung angeboten, die auf die besonderen Anforderungen auf Intensivstationen vorbereitet. Sie richtet sich auch an externe Pflegende.

 


Für den Intensivbereich interessierte Pflegende identifizieren und die bestmögliche Einarbeitung in das komplexe Arbeitsfeld einer Intensivstation bieten – das sind die Ziele des neuen Traineeprogramms Intensivpflege am Universitätsklinikum Freiburg (UKF).

„Die hohe Komplexität der Betreuung intensivpflichtiger Patienten, wie sie in einem großen Universitätsklinikum üblich sind, erfordert eine gezielte Weiterentwicklung im Rahmen eines spezialisierten Qualifizierungsprogramm", ist Pflegedirektor und Mitglied des Klinikumsvorstands am UKF, Helmut Schiffer, überzeugt. „Nur so wird es möglich sein, dass Pflegende diese Aufgaben mit der nötigen beruflichen Sicherheit fachkompetent umsetzen können."

Während der 15-monatigen Qualifizierung sollen die Nachwuchskräfte drei bis vier Intensivstationen des UKF kennenlernen – die Auswahl richtet sich nach den bisherigen Erfahrungen und Interessen der Teilnehmer. Neben den praktischen Einsätzen werden begleitende theoretische Unterrichtseinheiten angeboten. Während der gesamten Laufzeit steht den Teilnehmern ein fester Ansprechpartner und Koordinator der Pflegedirektion zur Verfügung. Das Programm kann jederzeit begonnen werden, zehn bis 15 Personen sollen fortlaufend teilnehmen.

Das Angebot richtet sich sowohl an interne als auch an externe Interessenten. Um aufgenommen zu werden, muss eine abgeschlossene Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege oder in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege vorliegen. Das Programm richtet sich an alle Pflegende – egal ob mit oder ohne Berufserfahrung, egal ob sie schon auf einer Intensivstation gearbeitet haben. Bewerbungen sollen direkt an den Pflegedirektor geschickt werden. Nähere Informationen dazu gibt es unter www.uniklinik-freiburg.de/karriere.

Der Pflegedirektor stellt den Absolventen gute Jobperspektiven in Aussicht: „Nach Abschluss des Traineeprogramms können die Absolventen entscheiden, auf welcher Intensivstation sie eingesetzt werden möchten", so Schiffer, „auch eine Tätigkeit im Springerpool ist möglich."

Die zweijährige Fachweiterbildung in der Intensiv- und Anästhesiepflege soll parallel zum Traineeprogramm weiter bestehen bleiben. Sie habe unverändert eine hohe Bedeutung und gerade im Rahmen der Qualitätssicherung weiterhin ihren festen Platz, versichert Schiffer. Das Traineeprogramm biete den Vorteil, dass einzelne zeitliche Abschnitte in Theorie und Praxis für eine anschließende Fachweiterbildung anerkannt werden. „Das ist keine Doppelung, sondern eine gute Investition für den beruflichen Karriereweg", bekräftigt Schiffer. „Ich bin davon überzeugt, dass sowohl Teilnehmer des Programms als auch der Arbeitgeber profitieren werden. Eine hohe Flexibilität und die Bereitschaft, bisher gewohnte Pfade zu verlassen, sind jedoch unumgänglich."

Pflegedirektor Helmut Schiffer