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  • 10.01.2015
  • Bildung

Generationengerechtes Führen

Führen in der Pflege: Fit für Generation Y

Unterschiedliche Generationen, ein Führungsstil – diese Zeiten sind passé. Denn ob Baby-Boomer, Generation X oder Generation Y: Alle haben sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Leben und Arbeiten. Für diese Herausforderung müssen Führungskräfte gewappnet sein.

 

Rüstzeug bot der neue Workshop „Generationengerechtes Führen in der Pflege", der am 11. und 12. Dezember 2014 in Berlin stattfand und fundiertes Wissen für die Führung, Arbeitsorganisation und den Umgang mit unterschiedlichen Generationen vermittelte.

Beispiel Generation Y: Gerade jüngere Mitarbeiter legen einen immer größeren Stellenwert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. „Das erfordert sehr variable Arbeitszeitmodelle. Aber wenn wir diesen Mitarbeitern nicht ermöglichen, Teilzeit zu arbeiten, werden wir sie verlieren", sagte Prof. Dr. Dr. Martin Bauer, stellvertretender Direktor und Leiter des OP-Managements an der Klinik Anästhesiologie, Universitätsmedizin Göttingen.

Auch zeige die Generation Y oft wenig Interesse an Führungspositionen. „‚Das möchten wir uns nicht antun‘, wird dann häufig als Argument vorgebracht", hielt Pflegedienstleiter Hubertus Pütz fest. An der Universitätsklinik Göttingen gebe es aus diesem Grunde eine besondere Führungskräfteentwicklung, die genau auf diese Generation abziele.

Ein weiteres Thema des Workshops: Wie setze ich erfolgreich Veränderungen um? Denn oft scheitern Change Management-Projekte an typischen Klippen, wie mangelnder Vorarbeit, diffusen Zielen oder einer ungenügenden Informationspolitik. „Nehmen Sie die Mitarbeiter bei allen Veränderungen mit", riet Professor Dr. Christian Schmidt, Ärztlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender, Universitätsmedizin Rostock. „Nutzen Sie dazu Kick-off-Veranstaltungen, hier können Sie einen klaren Start-Punkt vermitteln und gleichzeitig die Skeptiker einfangen und mit einbinden."

Wichtig sei vor allem eine klare Zieldefinition. „Ziele müssen klar und transparent kommuniziert werden", betonte Annett Laban, Pflegevorstand, Universitätsmedizin Rostock. „Wenn Sie ein Ziel setzen, müssen Sie auch dafür sorgen, dass ausreichend Ressourcen dafür vorhanden sind."

Weitere Themen des Workshops waren das Führen der Mitarbeiter 55+, die Delegation und Substitution sowie das OP-Management. Besonders gut kamen die praktischen Übungen an. Hier erarbeitete Prof. Dr. Christian Schmidt mit den Teilnehmern an einem typischen Fall aus der Praxis einen konkreten Projektplan, der dann gemeinsam in eine inhaltliche und zeitliche Struktur gebracht wurde.Brigitte Teigeler

Der nächste Workshop „Generationengerechtes Führen in der Pflege" findet am 28./29. Mai 2015 in Bochum statt. Weitere Informationen: www.bibliomed.de/veranstaltungen oder unter veranstaltungen@bibliomed.de

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