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  • 20.01.2016
  • Bildung

Seminarreihe Expertise in Leadership der B. Braun Stiftung

Nur wer schnell zu den richtigen Wegen kommt ist erfolgreich

Auf Augenhöhe kommunizieren und kooperieren gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten einer Pflege-Führungskraft im Krankenhaus. Mit der Seminarreihe Expertise in Leadership der B. Braun Stiftung können Pflegende ihre Managementkompetenzen und Softskills verbessern und sich damit für weitere Führungspositionen im Krankenhaus qualifizieren – wie es im Lehrgang 2015, der im November beendet wurde, mehr als 40 Pflegende erfolgreich getan haben.

Das Gesundheitswesen braucht Pflegende, die im Krankenhaus Verantwortung übernehmen wollen und sich in die komplexen Strukturen eines Krankenhauses behaupten können. Nur wie lassen sich diese Fähigkeiten erwerben? Die B. Braun Stiftung hat dafür die Initiative Expertise in Leadership (EiL) entwickelt. Das Programm stärkt die Managementkompetenzen von Pflegenden und richtet sich an Führungskräfte, die schon Erfahrung haben oder am Beginn ihrer Entwicklung stehen. Die Absolventen lernen, wie sie in Teams komplexe Aufgabenstellungen aus dem Krankenhaus erfolgreich umsetzen. Dabei fördert das achtmonatige Programm lösungsorientiertes Denken und interprofessionelle Teamarbeit.

„Sehr gut fand ich die Kleingruppenarbeit. Es war spannend mit Kollegen mit anderem Erfahrungshintergrund und unterschiedlicher Herangehensweise an konkreten Fragestellungen zu arbeiten. So konnte ich auch meine eigene Arbeitsweise reflektieren und verbessern", sagt Teilnehmerin Christine Stemke, Leiterin einer Krankenpflegeschule in Karlsruhe. Die Teilnehmer der EiL kommen aus dem Pflegemanagement und leitenden Krankenpflegepositionen.

Teilnehmer profitieren von persönlichem Coaching
Exzellente Referenten aus der Gesundheitswirtschaft leiten die Seminarblöcke zu Kommunikations-, Prozess-, Qualitäts- und Personalmanagement. Die Teilnehmer erhalten Einblick in die Arbeitsweise der Pressestelle, eines Controllers, Qualitäts- oder Personalmanagers und entwickeln ein Gefühl für deren Probleme. Das erweitert den eigenen Handlungsspielraum. Außerdem erhalten die Teilnehmer ein persönliches Coaching. Ein Seminarwochenende erfolgt interprofessionell mit Krankenhausärzten.

Zum Abschluss müssen die Teilnehmer zeigen, was sie gelernt haben. In Kleingruppen von sechs bis acht Personen sind sie aufgefordert, dem fiktiven Stadtrat von „Neustadt" ihre Projekte überzeugend zu präsentieren und auch zu verteidigen. Dazu zählten im jüngsten Lehrgang die Etablierung einer Wundambulanz, die Anwerbung und Integration von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund sowie die Einrichtung einer Demenz- und Kurzliegerstation. Gefordert war hier das Einfordern von Fördergeldern, ausgefeilte Projektpläne und Kooperationsbereitschaft mit anderen Häusern oder Outsourcing. „Das wichtigste ist, wie sie miteinander gearbeitet haben und sie mir ihren Projekten schnell in die Umsetzung gelangen", so Seminarleiter Prof. Dr. Norbert Röder von der Universität Münster bei der Zertifikatsübergabe. Zu erkennen, dass Schwarmintelligenz mehr bewirke als der Einzelne allein bewirken könne, sei maßgeblich für den eigenen Erfolg.

Führungspersönlichkeit entwickeln
Die EiL unterstützt bei der Entwicklung einer eigenen Führungspersönlichkeit und gibt Impulse – zum Beispiel mit zusätzlichen Abendvorträgen. So ging es am Abschlusswochenende 2015 in der Dinner Speech um Sprachkompetenz und die Haltung zum Pflegeberuf. Die Gesprächstherapeutin Sandra Mantz regte die Pflegenden an, ihre Sprache und ihr Verhalten zu reflektieren und sprach damit vielen Anwesenden aus der Seele. Sie gab den Pflegenden Tipps zur authentischen Kommunikation mit ihren Patienten. „Seien Sie präzise und ehrlich", forderte sie.

Die Medizinische Fakultät der Universität Münster und das Universitätsklinikum Münster haben das Curriculum für die Seminarreihe entwickelt und zertifiziert.

Expertise in Leadership für Pflegende ist ein etabliertes berufsbegleitendes Fortbildungsangebot der B. Braun Stiftung, das Pflegenden in Leitungsfunktionen weitere Führungskompetenzen vermittelt. Die Teilnehmer schätzen besonders den Austausch untereinander und die Möglichkeiten der Stiftung, im B. Braun-Netzwerk in Kontakt zu bleiben und zu partizipieren. Die B. Braun Stiftung möchte mit der Veranstaltungsreihe die Position und damit den Einfluss von Pflegenden im Krankenhaus stärken. „Die Aufgaben der Zukunft lassen sich nur durch interprofessionelle Zusammenarbeit der drei Berufsgruppen Arzt, Management und Pflege bewältigen", sagt der Geschäftsführer der Stiftung Prof. Dr. Alexander Schachtrupp.

Wer sich bei der B. Braun Stiftung erfolgreich um einen Platz in den Förderprogrammen bewirbt, durchläuft qualitativ hochwertige Fortbildungsprogramme. Informationen sind unter www.bbraun-stiftung.de zu finden.



Drei Fragen an Elke Kamp, OP-Fachbereichsleitung, Diakoniekrankenhaus Friederikenstift, Hannover

Wie sind Sie auf die Initiative der B. Braun Stiftung „Expertise in Leadership, kurz EiL, für Pflegende" aufmerksam geworden?
Es war eine Empfehlung unserer pflegerischen Krankenhausdirektorin.

Was hat Ihnen an EiL besonders gut gefallen?
Besonders schätzte ich den Austausch zwischen den einzelnen Teilnehmern. Es hat sich ein tolles Netzwerk gebildet. Durch die Vielfalt der Weiterbildungsthemen habe ich in einigen Bereichen eine komplett andere Sicht der Dinge bekommen, zum Beispiel Führen und Dirigieren mit Prof Gernot Schulz oder Sprechkompetenz in beruflichen Settings mit Sprachcoach Maria Beck. Dann noch der sehr nahe Kontakt mit den Dozenten in den Pausen, beim Abendessen oder morgens beim Frühstück. Das hat oft noch lehrreiche Gespräche außerhalb des Seminars ermöglicht.

Hat sich durch das Programm an Ihrer beruflichen Situation oder Einstellung etwas verändert?
Ich bin viel selbstsicherer geworden. Es war eine tolle Erfahrung, viel positives Feedback von den anderen Teilnehmern oder den Dozenten bekommen zu haben. Ganz besonders Danken möchte ich der B. Braun Stiftung, die ein solches Projekt möglich gemacht hat.

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