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Ambulante Intensivpflege

10-Punkte-Papier für bessere Pflege

Rheinland-Pfalz will die ambulante Intensivpflege verbessern, während Minister Spahn sein geplantes Gesetz zur Betreuung von Beatmungspatienten verteidigt.

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) und der Präsident der Pflegekammer Rheinland-Pfalz, Markus Mai, haben gemeinsam mit anderen Leistungserbringern und Kostenträgern im Land ein "Papier zur Steigerung der Qualität in der ambulanten Intensivbehandlungspflege" verabschiedet.

Darin seien die 10 dringlichsten Handlungsfelder in der ambulanten Intensivbehandlungspflege identifiziert und mit konkreten Maßnahmen sowie Verantwortlichkeiten im Sinne einer Selbstverpflichtung aller Beteiligten versehen worden, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Die selbstbestimmte Teilhabefähigkeit bis hin zur Selbstständigkeit intensivbehandlungsbedürftiger Menschen zu erhalten und wiederzugewinnen – das sei der wichtigste zu fördernde Punkt.

Nach einem Jahr sollen die Ergebnisse der Maßnahmen evaluiert und ggf. weiterentwickelt werden.

Derweil hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im ARD-Morgenmagazin sein geplantes Gesetz zur Betreuung von Beatmungspatienten verteidigt. Erst vor wenigen Tagen musste er für seine Reformpläne Proteste und Kritik von Betroffenen und Verbänden hinnehmen. Er könne die geäußerten Sorgen und Ängste nachvollziehen. Die Neuregelungen beträfen allerdings nur einen bestimmten Personenkreis.

Bis zu 60 % der Patientinnen und Patienten, die zu Hause beatmet würden, könnten nach Angaben medizinischen Personals von der Beatmung entwöhnt werden, sagte Sphan. "Nur die finanziellen Anreize sind so, um zum Teil auch die Abläufe, dass sie beatmet bleiben, obwohl sie eigentlich eigenständig atmen könnten. Auch da geht es um Selbstbestimmung, dass wir dann dafür sorgen, dass nicht mehr beatmet wird als nötig."

Spahn kündigte an, die Eigenanteile für die Unterbringung in speziellen Pflegeeinrichtungen deutlich zu reduzieren. Es sei wichtig, dass nicht finanzielle Zwänge den Aufenthaltsort von zu pflegenden Personen bestimmten, sondern die Frage, wie sie am besten betreut werden können.

Die Grünen-Politikerin Kordula Schulz-Asche nannte Spahns Erklärungen erschreckend. "Sollen also Menschen, die sich nicht mehr äußern können, in Einrichtungen verfrachtet werden, während diejenigen, die sich wehren können, Glück haben, zu Hause zu bleiben?", fragte sie. Die Bundesregierung müsse die Selbstbestimmungsrechte pflegebedürftiger Menschen achten. 

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