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Robotik in der Pflege

Ethikrat sieht Chancen für Pflegende

Robotik kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die Arbeitsqualität in der Pflege zu verbessern – sofern sie verantwortungsvoll eingesetzt wird. Zu dieser Einschätzung kommt der Deutsche Ethikrat in seiner am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme "Robotik für gute Pflege". Darin bewertet der Ethikrat Chancen und Risiken der Robotertechnologie in der Pflege. Assistenzsysteme könnten etwa Pflegende bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten entlasten oder die Lebensqualität von pflegebedürftigen Menschen erhöhen.

Voraussetzung für einen gelungenen Einsatz von Robotern in der Pflege sei es, dass die Robotertechnik zwischenmenschliche Beziehungen nicht ersetze und die Technologie nicht gegen den Willen der Betroffenen oder zur bloßen Effizienzsteigerung genutzt werde.

Robotik ist keine Lösung gegen den Personalnotstand in der Pflege

Der Einsatz von Robotik sei kein Weg, um Personalengpässe zu beseitigen, sondern um die Qualität der Pflege zu verbessern, betont der Ethikrat in seinem Papier.

Damit dies gelinge, müssten die Betroffenen – Pflegende und Pflegebedürftige – in die Entwicklung der Techniken einbezogen werden.

Die Finanzierung und der Einsatz von Robotik dürften jedoch nicht dazu führen, dass in anderen Bereichen der Pflege Mittel gekürzt würden, mahnt der Ethikrat.

Aus-, Fort- und Weiterbildung anpassen

Auch sollten Ängste von Pflegenden vor Überforderung angesichts einer anspruchsvollen Bedienung komplizierter Assistenzsysteme ernstgenommen werden. Anstatt Raum für beziehungsorientierte Pflege zu schaffen, könne Robotik in der Pflege auch eine noch höhere Arbeitsdichte nach sich ziehen.

Insgesamt bleibt der Ethikrat aber zuversichtlich, "dass Robotertechniken für die Pflege von großem Nutzen sein können".

Deshalb empfiehlt der Ethikrat u. a., Pflegende sowohl in der Ausbildung als auch in der Fort- und Weiterbildung gezielt im Umgang mit Robotertechniken zu schulen. Dabei sollten auch ethische Aspekte berücksichtigt werden. 

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