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Ausbildung

BLGS befürchtet ungleiche Ausbildungsqualitäten

Sowohl das Lehrer-Schüler-Verhältnis als auch die Höhe der Pauschalen für die theoretische Pflegeausbildung variieren von Bundesland zu Bundesland sehr stark. Wie angesichts dessen eine annähernd vergleichbare Ausbildungsqualität hergestellt werden soll, ist für den Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS) mehr als fraglich. Dabei ziele das Pflegeberufegesetz (PflBG) und die zugehörige Finanzierungsverordnung ausdrücklich auf eine bundesweite qualitätsgesicherte und auskömmlich finanzierte Pflegeausbildung ab.

Einige Länder beabsichtigten in Anlehnung an EU-Empfehlungen z. B., das Lehrer-Schüler-Verhältnis mit 1:15 besser zu gestalten als im PflBG mit 1:20 gefordert. Nordrhein-Westfalen unterlaufe dieses allerdings sogar mit einem Verhältnis von 1:25.

Ausbildungspauschalen: Unterschiede von bis zu 65 % 

Auch die Pauschalen unterschieden sich drastisch voneinander: Während Bayern eine Pauschale von mehr als 11.400 Euro je Schüler und Jahr festgelegt habe, betrage sie in Hamburg in Schulen mit über 351 Schülern lediglich rund 6.900 Euro. Die Differenzen zwischen den Ländern betrügen demnach bis zu 65 %.

"Pflegebildung ist eine Investition in die Zukunft. Bund und Länder dürfen jetzt nicht geizen und die Verantwortung hin- und herschieben", kritisierte BLGS-Vorsitzender Carsten Drude in dieser Woche. "Wir fordern deshalb die politisch Verantwortlichen nachdrücklich auf, alle Schulen bundesweit in die Lage zu versetzen, die Qualitätsstandards des PflBG erreichen und damit den Beruf attraktiver und zukunftssicher machen zu können", so Drude weiter.

Dazu müssten die Länder die gleichlautenden Vereinbarungen aus der "Konzertierten Aktion Pflege" ernst nehmen und sich in den Bund-Länder-Konsultationen für vergleichbare Rahmenbedingungen in der Pflegebildung stark machen.

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