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Konzertierte Aktion Pflege

Pflegende schon bald mit mehr Kompetenzen?

Die Bundesregierung will die Zusammenarbeit von Pflegenden und Ärzten neu aufstellen. In der kommenden Woche berät deshalb eine Strategiearbeitsgruppe zur "Neujustierung der interprofessionellen Zusammenarbeit", welche medizinischen Kompetenzen künftig Pflegende übernehmen könnten.

Die Arbeitsgruppe ist ein Ergebnis der Konzertierten Aktion Pflege (KAP). Im KAP-Abschlussbericht aus Sommer 2019 ist u.a. festgehalten, "ein gemeinsames Verständnis für eine teamorientierte, interprofessionelle Zusammenarbeit der an der medizinischen, sozialen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung beteiligten Berufsgruppen" zu schaffen. Dazu gehöre auch "die Entwicklung eines Rahmens für Pflegefachpersonen, in dem sie bei Vorliegen der formalen und materiellen Qualifikation (Kompetenzen) die standardisierten (festgelegten) Prozeduren oder Maßnahmen eigenständig übernehmen können".

Modellversuche sollen bis Ende 2020 Ergebnisse liefern

Vertragsärzte und Krankenkassen waren nach Angaben der Ärzte Zeitung angehalten, bis 31. Dezember 2019 die Voraussetzungen zu schaffen, dass Vordrucke aus der vertragsärztlichen Versorgung zur Verordnung von Hilfsmitteln in Modellversuchen auch von Pflegefachpersonen verwendet werden können. Bis Ende 2020 erwartet das Bundesministerium für Gesundheit nun Wasserstandsmeldungen, inwieweit die Modellversuche gediehen sind.

V.a. in Regionen, in denen bereits Hausärzte fehlen und es zu Versorgungsengpässen von Pflegebedürftigen kommt, könnten Pflegende künftig ärztliche Aufgaben der Primärversorgung bei bestimmten Erkrankungen übernehmen.

So könnten etwa entsprechend ausgebildete Pflegefachpersonen die Wiederverordnung von Medikamenten wie Insulin und Hilfsmitteln übernehmen. Auch könnten sie Verantwortung für die Koordinierung des Versorgungsprozesses der zu pflegenden Personen übernehmen und beispielsweise in Videokonferenzen gemeinsam mit anderen Berufsgruppen Behandlungs- und Versorgungsschritte festlegen.

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