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Zukunft der Pflege

Positionspapier plädiert für "Pflege-Digitalberater"

Pflegende, die gezielt als "Pflege-Digitalberater" arbeiten, und eine zentrale "Pflege-Hotline" nach Vorbild des ärztlichen Bereitschaftsdiensts gehören zu den Kernforderungen des CDU-Pflegepolitikers Roy Kühne. In einem 8-seitigen Positionspapier hat er in der vergangenen Woche erläutert, welche pflegepolitischen Maßnahmen seiner Meinung nach nötig sind, um die Pflege zukunftsfest zu machen.

Denn: "Die Herausforderungen in der Pflege sind so groß wie nie zuvor", schreibt Kühne auf seiner Webseite. Deshalb sei die Politik stärker als bisher gefordert, die Weichen richtig zu stellen. "Wir brauchen zusätzliche Pflegefach- und Pflegeassistenzkräfte. Pflege muss finanzierbar sein, pflegerische Leistungen müssen gut bezahlt und die Angehörigen weiter entlastet werden", so Kühne weiter.

Advanced Practice Nurses vermehrt einsetzen

Um dies zu erreichen, plädiert der Pflegepolitiker u.a. dafür, zusätzliches Personal bereitzustellen, das sich verstärkt mit der Digitalisierung beschäftigt. Das dürfe keinesfalls "on top" erledigt werden. "Wir brauchen Pflegekräfte, die als ,Pflege-Digitalberater' eingestuft werden können und von den Kranken- und Pflegekassen refinanziert werden müssen", heißt es im Positionspapier. Bei gleichbleibendem Gehalt müsse diesen innerhalb der Arbeitszeit die Möglichkeit gegeben werden, sich neben der pflegerischen Tätigkeit auf die digitalen Aufgaben zu konzentrieren.

Advanced Practice Nursing habe insgesamt in Deutschland noch Nachholbedarf. Unabhängig vom Grad der Akademisierung müsse die Spezialisierung auf ein bestimmtes pflegerisches Fachgebiet noch feinkörniger erfolgen als bisher. Hierbei könne auf bestimmte chronische oder häufig auftauchende Krankheiten genauso eingegangen werden wie auf bestimmte Versorgungsformen im Sinne einer erweiterten Pflegepraxis.

Verpflichtende Zusatzversicherung

Pflegehilfskräfte sollten zudem verstärkt zu Pflegefachkräften qualifiziert werden. Aber Hilfskräfte machten nur eine Ausbildung zur Pflegefachkraft, wenn sie in dieser Zeit nicht auf das Ausbildungsgehalt heruntergestuft würden.

"Deswegen setze ich mich dafür ein, dass die Differenz zwischen dem Ausbildungsgehalt und dem bisherigen Pflegehelfergehalt dauerhaft und vollumfänglich von der Bundesagentur für Arbeit übernommen wird", so der CDU-Politiker weiter.

Unabhängig von diesen Vorschlägen "werden wir steigende Kosten in der Pflege akzeptieren müssen. Es muss stärker als bisher politische Aufgabe sein, dies ehrlich zu kommunizieren." Kühne schlägt deshalb z.B. eine verpflichtende Zusatzversicherung ab dem ersten Einkommensjahr vor.

Insgesamt geht es Kühne um folgende 5 politische Forderungen:

  1. Wertigkeit der Pflege – öffentliche Wahrnehmung stärken
  2. Digitalisierung – Chancen nutzen, Möglichkeiten erweitern
  3. Bürokratieabbau – Strukturen verschlanken und zielführender ausrichten
  4. Erweiterte Einbindung in die Versorgung – Zukunft der Berufe
  5. Finanzierung der Pflege – Umdenken erforderlich

Seine Ideen will Kühne nun in die weitere Gesetzgebung einfließen lassen. 

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