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Pflegeheim Rating Report 2020

Bis zu 166.000 Pflegende und Investitionen in Milliardenhöhe nötig

Pflegeheimen hierzulande geht es trotz großer Herausforderungen relativ gut – noch. Das ist eines der Ergebnisse des "Pflegeheim Rating Report 2020", den das RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und das Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) veröffentlicht haben.

Demnach hatten knapp 4 % der Pflegeheime 2017 mit erhöhter Insolvenzgefahr zu kämpfen, 24 % schrieben einen Jahresverlust. Vor allem Heime in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bayern sowie dem Saarland haben verstärkt mit finanziellen Problemen zu kämpfen.

Mit am besten geht es Heimen in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen.

Zahl der offenen Stellen in der Pflege steigt

Der zunehmende Mangel an Pflegefachpersonen macht der Branche zu schaffen. So lag im Juli dieses Jahres die Zahl der gemeldeten offenen Stellen in Heimen mehr als doppelt so hoch wie im Juli 2009, im Vergleich zu Juli 2017 stieg sie um 6 %.

Laut Report ist bis 2030 mit 4,4 Mio. Pflegebedürftigen zu rechnen, bis 2040 mit 5 Mio. – im Falle konstanter Pflegequoten. Gegenüber 2017 wäre das ein Anstieg um 24 bzw. 42 %. Dieser hätte bei Fortschreibung des Status quo einen zusätzlichen Bedarf von 378.000 stationären Pflegeplätzen bis 2040 zur Folge. Die erforderlichen Neu- und Reinvestitionen beliefen sich entsprechend auf 109 Mrd. Euro.

Um diese steigende Zahl an Pflegebedürftigen zu versorgen, ist natürlich auch mehr Personal erforderlich. Bis 2040 sind insgesamt 184.000 bis 396.000 zusätzliche Vollzeitkräfte in der stationären und 107.000 bis 209.000 in der ambulanten Pflege nötig.

Bei Fortschreibung der bisherigen Pflegewahrscheinlichkeit entfällt auf Pflegefachpersonen davon bis 2040 ein zusätzlicher Bedarf von 102.000 in der stationären und 64.000 in der ambulanten Pflege.

Mehr Ausbildung und moderne Technologie nötig

"Eine Kombination aus einer differenzierteren Aufgabenverteilung nach Qualifikationsniveau, mehr Ausbildung und moderner Technologie könnte dabei helfen, die Pflege zukunftsfest zu machen", sagte RWI-Gesundheitsexpertin Dörte Heger angesichts der Ergebnisse.

Datengrundlage des Reports sind 370 Jahresabschlüsse aus den Jahren 2016 und 2017. Sie umfassen insgesamt 1.843 Pflegeheime bzw. rund 13 % des Markts. Der Report erscheint in Kooperation mit der Healthcare Information and Management Systems Society, der Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie mit Unterstützung der Terranus GmbH. 

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