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Bericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Mediziner mahnen Ernährungsversorgung in Kliniken und Heimen an

Fast ein Drittel der Krankenhauspatienten und ein Viertel der Pflegeheimbewohner zeigen Zeichen einer Mangelernährung. Das ist das zentrale Ergebnis des 14. Ernährungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), das aktuelle Zahlen zur Ernährungssituation in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen liefert.

Die Daten wurden im Rahmen der Aktion „nutritionDay für den DGE-Ernährungsbericht“ vom 15. November 2018 erhoben. Krankenhäuser und Pflegeheime konnten anonym an der Befragung teilzunehmen, indem sie einen speziell entwickelten Fragebogen ausfüllten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM), die an der Aktion „nutritionDay für den DGE-Ernährungsbericht“ beteiligt war, nahm die Veröffentlichung der Ergebnisse zum Anlass, auf die „dringend erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsversorgung in Krankenhäusern und Pflegeheimen“ aufmerksam zu machen.

„Die Daten belegen, dass in deutschen Einrichtungen weiterhin ein großer Anteil der Patienten und Bewohner ein hohes Risiko für Mangelernährung aufweisen beziehungsweise mangelernährt sind“, so der Vizepräsident der DGEM, Johann Ockenga, in einer Mitteilung. „Besonders besorgniserregend“ sei das „deutliche Defizit an ernährungsmedizinischer Fachkompetenz“. Lediglich zehn Prozent der 2018 teilnehmenden Klinikstationen und 30 Prozent der Pflegewohnheimbereiche verfügten über eine Diätassistenz, die speziell für die ernährungstherapeutische Betreuung ausgebildet sei. Ein Viertel der teilnehmenden Stationen führe klinische Ernährung ohne Richtlinien oder Standards durch.

Um der Entwicklung von Mangelernährung präventiv entgegenzuwirken und bestehende Ernährungsprobleme adäquat zu behandeln, seien „Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsversorgung in Krankenhäusern und Pflegeheimen dringend erforderlich“, betont auch der Präsident der DGEM, Frank Jochum. Von einem Ernährungsscreening und einer entsprechenden ernährungsmedizinischen Betreuung würden die Betroffenen enorm profitieren. 

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