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Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Qualität

So bewerten die Deutschen die Pflege in Heimen

Mit den Leistungen des Pflegepersonals in Heimen sind nur rund 45 % der Deutschen zufrieden. Grund ist für 71 % der Befragten der zunehmende Personalmangel und die hohe Überlastung des Personals. Das sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage unter 1.010 Frauen und Männern im Alter zwischen 18 und 69 Jahren im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ).

Insgesamt empfinden knapp 62 % der Deutschen die Qualität der Pflegeservices in Deutschland als stark variierend. Nur 37 % der Befragten glauben, dass die Versorgungs- und Leistungsqualität von Pflegeservices in Deutschland besser ist als im Ausland.

Darauf legen die Deutschen wert

Die wichtigsten Qualitätskriterien bei der Bewertung von Pflegeservices sind für die Befragten eine gute fachlich-medizinische Betreuung (84 %) sowie fachlich sehr gut geschultes Personal (83 %). Danach folgt für die Deutschen die Kommunikation: Die Mehrheit erwartet innerhalb der Einrichtungen eine reibungslose Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Pflegepersonal und Ärzten (83 %). Gleichzeitig möchten sie als Angehörige oder Betroffene vom Personal verständlich und zeitgerecht informiert werden (82 %). Für einen exzellenten Service, der ihren Anforderungen entspricht, ist rund die Hälfte der Befragten außerdem dazu bereit, mehr zu zahlen.

Gute Pflege steht und fällt mit dem Personal 

"Pflege heißt immer Dienstleistung für den Menschen. Die Umfrage zeigt, dass für Verbraucher gute Pflege mit dem Personal steht und fällt. Hier gilt es, für alle beteiligten Interessensgruppen aus Gesellschaft und Politik anzusetzen und kontinuierlich folgende Frage zu beantworten: Durch welche Maßnahmen und in welchen Bereichen muss das Pflegepersonal entlastet oder gestärkt werden, um eine hohe Pflegequalität zu gewährleisten?", kommentierte Claudia Welker, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DGQ.

Skepsis gegenüber Digitalisierung in der Pflege 

Die Digitalisierung als Weg, das Personal zu entlasten, sehen allerdings viele Deutsche kritisch: 59 % der Befragten sind der Meinung, dass neue digitale Anwendungen Pflegeservices unpersönlicher machen. Dieses Empfinden "könnte daran liegen, dass diese oft allein mit dem Einsatz von Pflegerobotern gleichgesetzt" würden, so Welker weiter. Dabei könnten Robotik, Künstliche Intelligenz und die Digitalisierung von Prozessen das Pflegepersonal auch bei Routinetätigkeiten entlasten. Wichtig sei, "in einem gesellschaftspolitischen Qualitätsprozess die optimale Verbindung von Technologie, menschlicher Empathie und Zeit zu erreichen, um eine patientenzentrierte Versorgung der Pflegebedürftigen zu schaffen".

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