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Altenpflege

Fachkräftemangel weiter gestiegen

Pflegeheime leiden unter immer größerem Fachkräftemangel. In der Altenpflege kamen im Jahresdurchschnitt 2018 auf rund 3.100 arbeitslose Fachkräfte knapp 15.300 freie Stellen. Diese Zahlen veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit (BA) Ende vergangener Woche zum „Tag der Pflege“. In keinem Bundesland gäbe es ausreichend arbeitslose Bewerber/-innen, um die offenen Stellen besetzen zu können. Dies gelte allerdings nur für examinierte Altenpflegefachkräfte, nicht für Altenpflegehelfer/-innen.

183 Tage dauere es im Schnitt, bis Heimbetreiber eine frei gewordene Pflegestelle neu besetzt könnten, 12 Tage länger als vor 2 Jahren. Immerhin hätten bessere Fördermöglichkeiten mehr Jobsuchende veranlasst, sich zum/zur Altenpfleger/-in ausbilden zu lassen, gab die BA bekannt.

Auch in der Krankenpflege sei der Bedarf an examinierten Kräften groß. So stünden rund 6.000 arbeitslosen examinierten und besonders spezialisierten Krankenpflegerinnen und -pflegern rund 14.900 freie Stellen in Kliniken gegenüber.

Lösungsvorschläge des Bundesagentur für Arbeit

Die BA schlägt deshalb vor, Teilzeitbeschäftigte zu längeren Arbeitszeiten zu ermuntern. Nach BA-Angaben arbeiteten im Juni 2018 in der Altenpflege 56 % der Beschäftigten in Teilzeit, in der Krankenpflege 44 %. In allen anderen Berufen liegt dieser Anteil hingegen durchschnittlich bei 28 %.

Zudem setze die BA wieder verstärkt auf die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte. Im Rahmen des Programms „Triple Win“ wirbt die Agentur in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) seit 2013 Pfleger/-innen aus Bosnien-Herzegowina, Serbien, den Philippinen und Tunesien an. Bisher seien bereits 2.000 Pflegekräfte an deutsche Pflegeheime vermittelt worden. Bis Jahresende sollen es nach BA-Angaben bis zu 3.000 sein.

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