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Internationaler Tag der Pflegenden

Pflege mehr in Entscheidungen einbinden

Anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden am kommenden Sonntag, appellieren verschiedene Organisationen, Pflege mehr Wertschätzung und Mitbestimmung entgegenzubringen.

Viele Probleme des deutschen Gesundheitssystems resultierten daraus, dass professionell Pflegende an politischen und strategischen Entscheidungen "bisher gar nicht oder allenfalls marginal beteiligt" seien, kritisierte die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), Christel Bienstein, im Vorfeld des Aktionstags. Hier müssten sich die Strukturen grundlegend ändern. "Dass die mit Abstand größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen nicht mitreden und mitentscheiden darf, ist ein Relikt aus alter Zeit, das längst nicht mehr passt", so Bienstein am Mittwoch in Berlin weiter. Aktuelle und künftige Herausforderungen könnten nur bewältigt werden, wenn die Profession innerhalb des Gesundheitssystems auf Augenhöhe agieren und ihr volles Potenzial einbringen könne.

Auch der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, appellierte: "Es ist an der Zeit, dass Pflegefachpersonen mehr Versorgungsverantwortung zugetraut wird." Tradierte Professions- und Hierarchiegrenzen seien nicht mehr zeitgemäß und verhinderten eine effiziente und professionelle Versorgung der Menschen. "Wir müssen jetzt den interdisziplinären Diskurs führen - in der Politik und zwischen den Professionen."

Der Präsident des Deutschen Pflegerats, Franz Wagner, unterstrich: "Eine gute Pflege kann es nur geben, wenn die professionell Pflegenden fair und gleichberechtigt an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden." Der Internationale Tag der Pflegenden müsse daher auch mit einem klaren Bekenntnis für die Übernahme von Verantwortung für die pflegerische Versorgung in Deutschland verbunden sein. 

Walk of Care in diesem Jahr in 4 Städten

Für bessere Bedingungen in der Pflege setzt sich auch der "Walk of Care" ein. Am Aktionstag am 12. Mai findet in Berlin zum dritten Mal die nach eigenen Angaben mit 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern größte Pflegedemonstration an diesem Tag "für menschenwürdige Pflege" statt. Erstmals sind parallel auch Walk of Cares in Aachen, Stuttgart und Hamburg geplant. Gemeinsam wollen Pflegende, Pflegeauszubildende und Befürworter der Pflege für diese 3 Forderungen demonstrieren:

  1. Eine gesetzliche Personalbemessung in allen Settings am Pflegebedarf der Pflegebedürftigen
  2. Verpflichtende Fort- und Weiterbildungen
  3. Mehr Zeit und Raum für Praxisanleitung und gute Ausbildung

Die Organisatoren des Walk of Care – der "Berliner Pflegestammtisch von Auszubildenden und Pflegenden" – rechnet in diesem Jahr mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

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