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Bestandsaufnahme geplant

Wie viel Pflege ist wo in Bayern nötig?

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) will eine "gründliche Bestandsaufnahme" zur Pflege im Freistaat vornehmen. Vor allem müsse geklärt werden, wie viel Pflege wo im Land gebraucht werde, teilte der VdPB in der vergangenen Woche der Deutschen Presse-Agentur in München mit.

Klar sei aber auch, dass die Arbeit in der Pflege deutlich attraktiver werden müsse, forderte VdPB-Gründungspräsident Georg Sigl-Lehner. Dabei hält er nicht nur bessere Bezahlung für notwendig. Es komme auch viel zu oft vor, dass Pflegende aus ihrer Freizeit geholt würden, weil Personal ausfalle. Gegen solche Missstände vorzugehen, werde eine wichtige Aufgabe der VdPB sein, die vergangenen Mittwoch ein neues Präsidium gewählt hat. "Da muss sehr schnell etwas passieren", so Sigl-Lehner.

VdPB will die Interessen der Pflegenden in Bayern vertreten

Die Vereinigung ist im April 2017 durch einen Beschluss des Landtags ins Leben gerufen worden. Mit den Gremienwahlen von Mittwoch soll die Gründungsphase enden. Danach soll die VdPB beginnen, kontinuierlich die Interessen der Pflegenden in Bayern zu vertreten.

Nach Schätzungen der VdPB arbeiten in Bayern rund 120.000 Frauen und Männer mit einer umfassenden Ausbildung in der Pflege. Dazu kommen 60.000 Hilfskräfte. Gebraucht würden aber deutlich mehr. Doch es fänden sich keine passenden Bewerber.

Bundesweit wird die VdPB von einigen Pflegeverbänden kritisch gesehen. Hauptkritikpunkte: Der Vereinigung fehle es an der notwendigen Unabhängigkeit, da sie aus dem Staatshaushalt finanziert werde, und die freiwillige Interessenvertretung könne nicht als starker Partner für alle Pflegenden im Land agieren.

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