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Telematikinfrastruktur

Anschub für die Digitalisierung der Pflege

Für die Digitalisierung der Pflege werde ein sicheres Netz gebraucht, sagte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, der Deutschen Presse-Agentur. Daher unterstütze er einen stärkeren Einfluss des Bundes auf die digitale Vernetzung des Gesundheitswesens. Die lange versprochene Datenautobahn ("Telematikinfrastruktur") müsse endlich kommen.

Das Gesundheitsministerium soll nach Plänen der großen Koalition 51 % an der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik) übernehmen. Träger sind bisher die Spitzenverbände von gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), Ärzten, Apotheken und Krankenhäusern. Der Vorstoß hat unter Krankenkassen und Ärzten zu heftigem Protest geführt.

Bitkom-Umfrage: Deutschland rückständig

Unterstützung erhält diese Forderung nach digitaler Vernetzung durch eine in der vergangenen Woche veröffentlichte Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Demnach sehen viele Bundesbürger Deutschland beim Thema Digitalisierung der Pflege rückständig. Für 41 % der mehr als 1.000 befragten Personen ab 18 Jahren ist die Bundesrepublik als Nachzügler oder gar als abgeschlagen. Andere europäische Länder zeigten, dass digitale Angebote die Pflege sinnvoll ergänzten oder erweiterten, so Bitkom. Grundlage für eine Modernisierung sollten daher das elektronische Rezept und die elektronische Überweisung sein. Eine elektronische Pflegeakte könne die Kommunikation zwischen Pflegenden, Angehörigen und Ärzten wesentlich erleichtern. Der Branchenverband spricht sich auch dafür aus, digitale Angebote wie die Videosprechstunde der Versorgung vor Ort gleichzustellen.

Pflege soll sich aktiv einbringen

Der Personalvorstand und Direktor für Patienten- und Pflegemanagement am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Joachim Prölß, fordert in einem Interview der Christoph Lohfert Stiftung, "die Pflege sollte sich aktiv in die Digitalisierung der Arbeitsabläufe in den Kliniken einbringen und ihre Bedürfnisse ansprechen". Prölß, der auch Vorstandsmitglied der B. Braun-Stiftung ist, möchte Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern die Angst vor einem Gegeneinander von Pflege und Technik nehmen.

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