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Tarifvertrag Altenpflege

Verdi verlangt mindestens 16 Euro pro Stunde für Pflegefachpersonen

Die Gewerkschaft Verdi fordert einen bundesweit gültigen Tarifvertrag für die Altenpflege. Demnach sollen Pflegefachpersonen einen Einstiegslohn von mindestens 16 Euro pro Stunde, Pflegehilfspersonen mindestens 12,84 Euro pro Stunde erhalten. Unterschiedliche Entgelte in Ost und West solle es nicht mehr geben, heißt es in Pressemitteilung von Verdi.

Die Bundestarifkommission Altenpflege der Gewerkschaft hat auf ihrer Sitzung am Freitag einen „Tarifvertrag Altenpflege beschlossen, der auf das gesamte Arbeitsfeld erstreckt werden soll“.

„Die Zeit drängt. Um das gesellschaftlich wichtige Feld der Altenpflege attraktiv zu machen, brauchen wir mehr Personal und eine gute Bezahlung. Der angestrebte Tarifvertrag wird dazu erheblich beitragen“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

Weitere Forderungen sind:

  • 30 Tagen Urlaub pro Jahr bei einer 5-Tage-Woche
  • Pflegende sollen Schichtdienst in Altenpflegeeinrichtungen nicht mehr allein bewältigen

Verdi wolle einen Tarifvertrag erzielen, der sich „auf das gesamte Arbeitsfeld erstreckt“, nämlich „auf die stationäre und ambulante Altenpflege für alle Beschäftigten dort, nicht nur für Pflegekräfte“, so Bühler weiter.

bpa kritisiert Verdi-Forderungen

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) übt deutliche Kritik an den Verdi-Forderungen. „Es bleibt bemerkenswert, dass die Verdi, die so gut wie keine Mitglieder unter den Beschäftigten der Altenpflege hat, sich anmaßt, für die ganze Branche zu sprechen“, erklärte Arbeitgeberverbandspräsident Rainer Brüderle.

Brüderle weiter: „Wir sind mit unseren Arbeitsvertragsrichtlinien, die mittlerweile in allen Bundesländern eingeführt sind, gut aufgestellt. Wir stellen den privaten Anbietern damit Mindestbedingungen zur Verfügung, mit deren Hilfe sie ihre Mitarbeiter gut bezahlen können und sich im Wettbewerb um die Arbeitnehmer nicht verstecken brauchen. Allgemeinverbindliche Tarife, die eine Minderheit einer Mehrheit aufzwingen will, sind daher überflüssig."

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