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Studie

Personalmangel in der Pflege erhöht Patientensterblichkeit

Der Mangel an Pflegepersonal kann sich unmittelbar auf die Mortalität von Patienten auswirken. Das hat ein Wissenschaftlerteam aus Großbritannien, Schweden und Italien nach Angaben des Ärzteblatts im British Medical Journal Quality and Safety auf Basis von retrospektiv ausgewerteten Daten herausgefunden.

Ein Auffüllen der Personallücken mit Pflegehelfern sei nicht mit einer Verringerung des Patientenschadens verbunden, zitiert das Ärzteblatt die Forscher.

Diese sammelten routinemäßig zusammengestellte Daten eines Akutkrankenhauses in Südengland in 32 Stationen im Zeitraum zwischen April 2012 und März 2015.

Während der ersten 5 Tage ihres Aufenthalts erlebten die Patienten im Durchschnitt fast 2 Tage lang einen niedrigen (unterdurchschnittlichen) Personalbestand an Krankenpflegern und Pflegehelfern, was zu einer kumulativen Unterdeckung von jeweils 23 beziehungsweise 15 Minuten führte.

Die Analyse der Daten zeigte, dass die Sterbewahrscheinlichkeiten um 3 % für jeden Tag stieg, an dem die professionelle Pflegebetreuung unterdurchschnittlich war.

Auch Tage, an denen die Zahl der Aufnahmen für jede registrierte Krankenschwester deutlich höher war als üblich – mehr als 25 % über dem Durchschnitt –, waren mit einem um 5 % erhöhten Todesrisiko verbunden. Jede weitere Stunde Pflege durch eine examinierte Krankenschwester führte zu einer 3-prozentigen Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit.

"Die Ergebnisse deuten auf einen potenziellen Nutzen hin, wenn die Verfügbarkeit von examiniertem Pflegepersonal auf Akutkrankenstationen erhöht wird", so die Forscher.

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