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Pflegeforschung

Wie kann Technik die häusliche Pflege unterstützen?

Im Rahmen einer neuen Forschungskooperation wollen die Universität Siegen und die Careum Hochschule Gesundheit in Zürich herausfinden, wie Menschen trotz umfassender Betreuungs- und Pflegebedürfnisse in ihrer eigenen Wohnumgebung bleiben können.

"Aktuelle Ansätze der Langzeitpflege sind nicht nachhaltig, denn sie überfordern Angehörige meist oder basieren auf teilweise problematischen Arbeitssituationen von Pflege-Migrantinnen und -Migranten", sagte Claudia Müller, die das Projekt von Siegener Seite leitet, am Mittwoch.

Sie und ihr Team erforschen technologische Unterstützungsmöglichkeiten in der häuslichen Pflege. Die Bedarfe an IT-Unterstützung in solch sensiblen Situationen wie der häuslichen Langzeitpflege seien sehr spezifisch und individuell. Der Markt gebe bereits vieles her, vom Notrufsystem über die Medikamenteneinnahme-Erinnerung bis zur Quartiersplattform. "Aber in den Haushalten ist bisher wenig angekommen", betont Müller. Dies liege größtenteils daran, dass diese Anwendungen ohne den Blick auf die sozialen Gemeinschaften entwickelt worden seien, innerhalb derer Techniknutzung, Kommunikation und Austausch stattfänden. Um passgenaue Lösungen maßzuschneidern, sei es wichtig, mit der IT-Forschung und -Entwicklung nah an der realen Praxis, in den Haushalten und im Wohnquartier, anzusetzen.

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Das neue Forschungsprojekt, das in 3 Schweizer Modellkommunen umgesetzt werden soll, setzt an 2 Punkten an:

  1. Wie kann die Verantwortung für die häusliche Pflege, Betreuung und Versorgung von Einzelpersonen sowie Familien auf lokale Gemeinschaften ausgedehnt werden?
  2. Wie können Gesundheitsfachpersonen, Vertreter aus Politik und Forschung sowie die Zivilbevölkerung eingebunden werden?

Das Projekt hat jetzt die Förderzusage des Schweizer Nationalfonds zur Entwicklung von innovativen gemeinschaftsbasierten Versorgungsmodellen für die Langzeitpflege erhalten. In den nächsten 3 Jahren wird das Projekt mit insgesamt 375.000 Euro gefördert. 

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