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Personaluntergrenzen

DBfK rügt offenen Brief von Klinikdirektoren

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest hat das Vorgehen von 5 Krankenhäusern in Dortmund und Lünen kritisiert. Sie hatten in einem offenen Brief Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, die Verordnung zu Personaluntergrenzen in der Pflege auszusetzen.

"Es ist in der Vergangenheit zur Gewohnheit kaufmännischer Klinikdirektoren geworden, der Pflegepersonalausstattung erst Aufmerksamkeit zu schenken, wenn diese gesetzlich und mit drohenden Sanktionen zu verbessern eingefordert werden", sagte der Vorsitzende des DBfK Nordwest, Martin Dichter, am Dienstag.

"Viele Kliniken haben in der Vergangenheit zu wenig getan"

Manche Kliniken hätten die Forderungen, in Pflegepersonal zu investieren, schlicht jahrelang ignoriert, da dies im Zweifel sogar kurzfristig wirtschaftlich gewesen sei. Da nun Sanktionen bei Nichteinhalten der Untergrenzen drohten, würden "plötzlich Alarmstufe Rot und 'ethische Dilemmata' der Geschäftsführer ausgerufen und sich paradoxerweise auf die Gefährdung der Versorgungssicherheit berufen".

"Man muss auch hier ganz klar sagen: Wer nicht rechtzeitig investiert, muss irgendwann reparieren. Ethische Dilemmata dürfen nicht mehr auf dem Rücken der beruflich Pflegenden ausgetragen werden. Hier sind wir jedoch angekommen, und es ist ganz klar, dass viele Kliniken in Deutschland in der Vergangenheit zu wenig getan haben, um Pflegepersonal zu gewinnen und im Beruf zu halten, sonst hätten wir andere Arbeitsbedingungen als sie im Schnitt aktuell vorzufinden sind", so Dichter weiter.

"Wir müssen uns klaren Herausforderungen stellen und diese angehen, auch, wenn der Weg dorthin unangenehm wird."

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