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Weißbuch Patientensicherheit

Weißbuch: Patientensicherheit soll zur Chefsache werden

Pflegedienste, Kliniken und alle weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens sollten künftig gesetzlich verpflichtet werden, Verantwortliche für Patientensicherheit einzusetzen. Das fordern das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) und der Verband der Ersatzkassen (vdek). APS und vdek drängen zudem darauf, dass das Thema Patientensicherheit stärker zur Führungsaufgabe in Gesundheitseinrichtungen wird. Das machten sie am Donnerstag bei der Vorstellung des "Weißbuchs Patientensicherheit" in Berlin deutlich. Patientensicherheit solle zur „Agenda“ in der Führungsebene gemacht werden, forderte die APS-Vorsitzende Hedwig François-Kettner. So solle beispielsweise das Thema in den Aufsichtsgremien aufgegriffen werden. Zahlen zu Druckgeschwüren und anderen sogenannten unerwünschten Ereignissen, wie schweren Infektionen, in den eigenen Einrichtungen sollten besprochen und die Zahlen mit anderen Einrichtungen verglichen werden.

Zudem solle Patientensicherheit stärker Thema in der Aus- und Weiterbildung werden, so François-Kettner. Bei der Einführung neuer Behandlungssettings sollten Simulationstrainings für das gesamte Team zum Standard werden. Bislang sei das in Kliniken in Deutschland nur selten der Fall, sagte die APS-Vorsitzende. Mit Blick auf Pflegeheime wünsche sie sich zudem, dass künftig mehr Einrichtungen an Hygiene-Programmen wie der "Aktion Saubere Hände" teilnähmen. Bisher seien es nur sehr wenige, die sich an Programmen wie diesem beteiligten.

Bei der Veranstaltung in Berlin stellten APS, vdek und der Autor Matthias Schrappe von der Universität Köln das Weißbuch Patientensicherheit vor. Demnach sei in Sachen Patientensicherheit in den vergangenen Jahren schon einiges erreicht worden – so gebe es beispielsweise Fehlermeldesysteme oder ein verpflichtendes Qualitätsmanagement in Kliniken. Schrappe sieht jedoch weiterhin Verbesserungsbedarf. Laut Hochrechnungen komme es immer noch zu 20.000 vermeidbaren Todesfällen pro Jahr in Krankenhäusern, heißt es in dem Weißbuch.

 

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