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Personalmangel

Gesundheitsökonom: Zahl der Patienten muss reduziert werden

Der Mangel an Pflegepersonal liegt nicht an zu wenigen Stellen, sondern an zu vielen Patienten. Davon ist der Gesundheitsökonom und Professor für Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin, Reinhard Busse, überzeugt. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung appellierte er deshalb am Donnerstag dafür, weniger Patienten stationär zu behandeln. Weniger Fälle bedeuteten dann im Umkehrschluss bei konstantem Personaleinsatz eine bessere Versorgung am Bett.

Diverse Studien belegten mittlerweile, dass in Deutschland zu viel operiert werde und Patienten zu oft stationär aufgenommen würden, ohne dass sich deren Lebenserwartung damit erhöhe. Deutschland beschäftige außerdem mehr Pflegepersonal pro Kopf der Bevölkerung als im europäischen Durchschnitt. Dass davon so wenig beim Patienten ankomme, liege an den vielen Fällen.

"Was wir brauchen, ist eine Krankenhauslandschaft 2.0 mit weniger Kliniken, aber einer besseren Ausstattung an Gerät und Personal. Das würde dazu führen, dass nicht nur die Qualität verbessert würde, sondern auch das Pflegepersonal zufriedener wäre", sagte Busse im Interview weiter.

Als Gesundheitsminister würde er einen Pakt mit Kliniken und Kassen schmieden wollen: Mehr Pflegestellen nur, wenn im Gegenzug ein doppelt so großer Effekt erzielt wird, indem weniger Patienten im Krankenhaus stationär behandelt werden. 

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