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In eigener Sache

"Wir werden uns noch mehr daran orientieren, was unsere Leser brauchen"

Seit 1. August ist Dr. Christina Lauer neue Chefredakteurin des Ressorts Pflege im Bibliomed Verlag. Die 43-Jährige tritt die Nachfolge von Brigitte Teigeler an, die nach fünf Jahren an der Spitze der Redaktion den Staffelstab übergeben hat. Wir haben sie im Interview gefragt, was sie als Chefredakteurin bewegen will.

Seit August haben Sie das Zepter übernommen in der Pflegeredaktion des Bibliomed Verlags. Welche Ziele haben Sie sich auf die Fahne geschrieben?

Mein wichtigstes Ziel für die nächsten 100 Tage ist erst einmal, den Redaktionsalltag kennenzulernen und zu sehen, wie unser Team arbeitet. Wir bringen ja insgesamt vier Zeitschriften heraus. Hinzu kommt unser digitales Angebot mit täglichen News. Das erfordert viele Prozessschritte, die nahtlos ineinander übergehen müssen und die ich verstehen möchte. Mittelfristig möchte ich die digitalen Angebote weiter ausbauen. Ich komme ursprünglich aus dem Printgeschäft und habe viele Jahre lang Zeitschriften sowie Bücher geplant und umgesetzt. Allerdings habe ich mich in den vergangenen Jahren sehr viel mit Onlinemedien beschäftigt und dort viel Praxiserfahrung gesammelt – sei es im Content-Marketing, mit Social Media oder auch E-Learning. Das bedeutet nicht, dass wir Print in Zukunft sein lassen, sondern dass wir uns in Zukunft noch mehr daran orientieren werden, was unsere Leserinnen und Leser brauchen.

Sie kommen nicht aus der Pflege, sondern sind Tiermedizinerin. Passt das zusammen?

Auf den ersten Blick erscheint das vielleicht ungewöhnlich, bei näherer Betrachtung allerdings nicht. Das hängt viel mit meinem Selbstverständnis als Redakteurin zusammen. In meinem Volontariat vor über zehn Jahren habe ich eine goldene Regel gelernt: Fachexperten sind immer die Autoren, nicht die Redakteure. Die sind die Textexperten. Hinzu kommt, dass eine Redaktion ja nicht nur aus einer Chefredakteurin besteht. Ich habe das große Glück, Teil eines sehr erfahrenen Teams zu sein, das viele Kompetenzen vereint – darunter auch pflegerische. Und genau diese Konstellation verschafft mir die nötigen Freiräume, mich den konzeptionellen Aufgaben widmen zu können. Ob das zusammen passt? Na klar, schließlich bin ich mit einem langjährigen Krankenpfleger verheiratet.

Der Bibliomed Verlag ist nicht neu für Sie. Sie waren bereits zwei Jahre im E-Learning-Team tätig. Was haben Sie aus dieser Zeit mitgenommen, das auch jetzt für Ihre Arbeit relevant ist?

Ich war zweieinhalb Jahre Teil des Bibliomed-CAMPUS-Teams. Während dieser Zeit habe ich sehr viel Praxiswissen gesammelt, wie Online-Medien geplant und umgesetzt werden. Außerdem habe ich schon viele unserer Autoren kennengelernt, die mir auch jetzt wieder begegnen. Eines hat mich allerdings noch nachhaltiger geprägt – und das nehme ich in jedem Fall mit: Während der Zeit mussten wir uns als Team immer wieder neu erfinden, Abläufe nachjustieren, um auf veränderte Kundenanforderungen reagieren zu können. Das hat uns oft herausgefordert, führte aber dazu, dass wir sehr flexibel in unserer Arbeitsweise blieben und ständig dazugelernt haben – und es hat uns letztlich auch zusammengeschweißt. Ich denke, diese Flexibilität – neudeutsch nennt man das wohl auch Agilität – ist eine Eigenschaft, die heute für Teams sehr wichtig ist und sie vor dem Hintergrund der Digitalisierung zukunftsfähig macht. Diesen Geist möchte ich gern mitnehmen.

Bitte vervollständigen Sie folgende Sätze:
Digitalisierung im Verlagswesen bedeutet für meine Arbeit im Pflege-Ressort…

…unsere altbewährten, zum Teil analogen Prozesse auf den Prüfstand zu stellen, Inhalte ganzheitlich, also digital und analog zu planen, und vor allem die Kolleginnen und Kollegen bei allen Veränderungen mitzunehmen.

Mein journalistischer Anspruch ist, …

…dass wir uns auch weiterhin die Zeit nehmen, nah dran zu sein, zu hinterfragen, genau hinzuschauen. Und die immer komplexer werdende Welt in einfache Worte zu fassen.

Meine Vision…

Ich möchte gerne eine Chefredakteurin sein, die Print und Online miteinander verzahnt – und dabei nie die Leserinnen und Leser aus den Augen verliert.  

Dafür gutes Gelingen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und die neue, spannende Zeit.

 

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