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Keine Pflegenden aus Bhutan

Viele junge Pflegende in Bhutan sind arbeitslos. Eine Gemeinde in Baden-Württemberg wollte angesichts des Fachkräftemangels hierzulande 150 von ihnen nach Deutschland holen. Diesem Vorhaben hat aber jetzt die Bundesregierung einen Riegel vorgeschoben. Der Plan sei nicht vereinbar mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

"Bhutan hat arbeitslose Pflegekräfte, wir haben einen Pflegenotstand. Jeder möchte diesen beheben, aber scheinbar wiegen die Papiere der WHO mehr", sagte der Vorsitzende des Vereins Bhutanhilfe aus Bietigheim-Bissingen, Alexander Klaussner, nach Angaben der Deutschen Presse Agentur am Dienstag.

Die WHO hatte 2010 eine Liste von Ländern erstellt, von denen kein Pflegepersonal angeworben werden darf, um einen dortigen Mangel zu verhindern. Diese Liste sei als Orientierung gedacht gewesen, Deutschland jedoch habe sie als einziges Land im Gesetz verankert, kritisierte Klaussner weiter.

Auch Bhutans Honorarkonsul Wolfgang Pfeiffer kann das Veto aus Berlin nicht verstehen: "Das Königreich Bhutan hat viele junge, ausgebildete Pflegekräfte, doch auch eine Arbeitslosenrate von 30 Prozent." Deshalb habe man das Projekt entwickelt. Jährlich sollen dabei 30 arbeitslose Pflegefachpersonen mit abgeschlossener Ausbildung nach Deutschland kommen und auf die Landkreise Ludwigsburg, Konstanz und Hohenlohe verteilt werden. Sie sollen nach fünf Jahren wieder zurück in die Heimat ziehen.

Den baden-württembergischen Sozialminister Manne Lucha (Grüne) und die Bundesagentur für Arbeit hätte man mit dem Projekt bereits überzeugt, so Pfeiffer, "doch dann kam die rote Karte aus Berlin".

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