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Westerfellhaus: "Wir brauchen eine gemeinsame Lösung"

Nur im Miteinander sind wir stark – so lautete der Tenor der Podiumsdiskussion "Notfall Pflege" am Mittwoch in München, auf der Vertreter des Städtischen Klinikums München (StKM) zusammen mit Staatssekretär Andreas Westerfellhaus über die derzeitigen Missstände in der Pflege und Lösungsstrategien diskutierten. Westerfellhaus erklärte auf der Veranstaltung des Ärztlichen Kreis- und Bezirkverbands München (ÄKBV), als allererstes müsse der Pflege-Exodus gestoppt werden. In diesem Zusammenhang warb der Pflegebevollmächtigte für seine 5 Vorschläge für mehr Pflegekraft und verteidigte diese gegenüber Kritikern: "Ich kenne alle Wenn und Aber dieser Vorschläge", betonte Westerfellhaus. Diese seien aber ein erster Schritt, um rasch die derzeitige prekäre Situation zu verbessern. Nur mit einer "Symptomtherapie" könne der Pflege allerdings langfristig nicht geholfen werden. Dafür brauche es neue und auch "unkonservative" Wege. "Wir müssen gemeinsam nach der besten Lösung suchen", betonte der Staatssekretär. Dafür warb er um die Unterstützung und das Vertrauen der Berufsgruppe. "Ja, es geht nicht schnell", so Westerfellhaus. Und einer allein könne auch nichts ändern. "Aber wenn ich nicht glauben würde, dass sich etwas ändern kann, dann hätte ich den Job nicht gemacht", pointierte der Pflegebevollmächtigte, wie auch bereits im Interview mit BibliomedPflege. Er appellierte an die Berufsgruppe: "Wenn man für seine Profession brennt, muss man auch dafür einstehen."

Dieser Meinung schloss sich die Vorstandsvorsitzende der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz, Edith Dürr, an. Die Pflege sei gefragt, für sich und ihren Berufsstand einzustehen und einzufordern. Sie kritisierte die bayerische "Pflegekammer-light". Hier sei keine Diskussion auf Augenhöhe möglich. 

Auch der Geschäftsbereichsleiter Pflege und Service des StKM, Günter Milla, forderte den Zusammenhalt der Berufsgruppe. "Wenn sich die Pflege nicht organisiert, wird sich auch kaum was ändern." Darüber hinaus müssten die Berufsgruppen viel stärker zusammenarbeiten. "Ärzte und Pflegende dürfen sich nicht auseinanderdividieren lassen", forderte Milla. ÄKBV-Vorsitzender Christoph Emminger unterstrich, die Belange der Pflege müssten auch die Belange der Ärzte werden. "Gemeinsam sind sie viel stärker und effektiver."

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