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Altenpflege enttäuscht von Politik

Die Altenpflege steht vor großen Herausforderungen und fühlt sich von der Politik allein gelassen. Das ist das Ergebnis des zweiten Deutschen Altenpflegebarometers, das am Dienstag veröffentlicht wurde. 88 Prozent der rund 1.200 befragten Führungskräfte aus stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen sind demnach nicht von der Altenpflegepolitik der Bundesregierung überzeugt. Zwei Drittel der Befragten sehen keinerlei Verbesserungen durch die Pflegestärkungsgesetze der alten Bundesregierung. Insgesamt wächst das Misstrauen der Branche gegenüber der Politik, nicht zuletzt aufgrund der angespannten Personalsituation. Mit dieser sind 85 Prozent der Befragten unzufrieden. Bei der vorherigen Befragung im Jahr 2016 waren es nur 57 Prozent. Rund 94 Prozent der Teilnehmer sind der Meinung, dass sich der Fachkräftemangel in den vergangenen zwei Jahren deutlich verschärft hat. Bei 88 Prozent der Führungskräfte dauert es mehr als drei Monate, um geeignetes Fachpersonal für freie Stellen zu finden. 79 Prozent der befragten Führungskräfte sind der Überzeugung, dass sich die Personalsituation erst dann verbessere, wenn Pflegende deutlich besser bezahlt werden.

Außerdem glauben nur acht Prozent der Befragten, dass die beschlossene generalistische Pflegeausbildung mehr Mitarbeiter in die Altenpflege bringen wird.

Insgesamt verdeutlichten die Ergebnisse des Altenpflegebarometers, dass eine Neuausrichtung der Pflegepolitik dringend notwendig ist, heißt es in der Auswertung. Nach den bereits erfolgten Sofortmaßnahmen müsse die Politik grundlegende Veränderungen vornehmen und Visionen zur Verbesserung der Pflegesituation in Deutschland entwickeln.

Das zweite Deutsche Altenpflegebarometer ist von der Evangelischen Heimstiftung und von dem Fachverlag Vincentz Network in Auftrag gegeben worden. Im April haben sich insgesamt 1.242 Führungskräfte aus der Altenpflege an der Online-Befragung beteiligt, die von der Marktforschungsgesellschaft cogitaris durchgeführt wurde. 

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