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Verdi: "Pflegende werden regelrecht verschlissen"

Ein aktueller Belastungs-Check der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verdeutlicht einmal mehr den dramatischen Mangel an Pflegefachpersonen in deutschen Krankenhäusern. Nach Verdi-Berechnungen müssten Kliniken im Schnitt bereits am 25. eines Monats schließen, weil das Personal bis zu diesem Stichtag bei ausreichender Schichtbesetzung schon aufgebraucht wäre.

Die Personaldecke sei "erschreckend kurz", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Montag. Unter diesen Bedingungen sei eine "würdevolle Pflege" weder für den Patienten noch für die Pflegenden möglich. Das System funktioniere nur, weil die Beschäftigten vielfach über ihre Belastungsgrenzen gingen und mit hohem persönlichen Einsatz versuchten, den Personalmangel auszugleichen. "Sie werden regelrecht verschlissen", so Bühler.

Bei einer Nachtschicht sei eine Pflegekraft mitunter für 30 bis 40 Patienten zuständig. An dem stichprobenartigen Belastungs-Check von Verdi hatten sich von März bis Ende Mai 166 Krankenhäuser mit 590 Stationen und rund 13.000 Beschäftigten beteiligt.

Für Mittwoch ruft Verdi anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz der Länder in Düsseldorf Pflegende zu einer Demonstration auf. Motto: "Mehr von uns ist besser für alle!". Treffpunkt ist ab 11 Uhr am Düsseldorfer Hauptbahnhof.

Bereits im Mai und April wurden fehlende Pflegestellen in einer Größenordnung zwischen 100.000 und 126.000 genannt.

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