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Projekt PräSenZ: Präventive Hausbesuche für Senioren erhalten die Selbstständigkeit

Ältere Menschen, die noch selbstständig zu Hause leben können, profitieren davon, wenn geschulte Ehrenamtliche sie präventiv zu Hause beraten. Das ergab die Auswertung des Landesmodellprojekts "PräSenZ - Prävention für Senioren Zuhause", dessen Ergebnisse in Stuttgart vorgestellt wurden.

"Präventive Hausbesuche stellen eine sinnvolle und effektive Ergänzung zu bestehenden Angeboten wie etwa Pflegeberatung und Pflegestützpunkten dar und können dazu beitragen, Nachfragen und Angebote vor Ort viel besser aufeinander abzustimmen", fasste Frank Weidner, Leiter des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (DIP), zusammen. Dem DIP oblag die Projektträgerschaft und wissenschaftliche Leitung.

Im Zeitraum von 2014 bis Ende 2017 wurden in drei unterschiedlich großen Modellkommunen in Baden-Württemberg ehrenamtliche BeraterInnen geschult, die bereits Vorkenntnisse aus sozialen und pflegerischen Berufen hatten. In Hausbesuchen unterstützten diese dann die Senioren mit Informationen zu Prävention und Vorsorge über Pflegebedürftigkeit und Teilhabe, nahmen aber auch mit Ämtern oder Versicherungen Kontakt auf. Die Beratung erfolgte stets auf freiwilliger Basis.

"Zu Anfang gab es auch Skepsis. Aber wir konnten mit PräSenZ zeigen, dass sich eine gezielte und gut vernetzte präventive und aufsuchende Arbeit mit und für Senioren in der Verantwortung von Kommunen für alle Beteiligten lohnt", so Weidner. Die Ergebnisse belegen, dass Senioren sehr gut erreicht werden können und die Selbstständigkeit im Alter gezielt gestärkt wird. In einer Modellkommune entstand aus dem Projekt heraus sogar eine bürgerschaftlich getragene Tagespflegeeinrichtung.

Hintergrund: Im Rahmen des Projekts "PräSenZ" wurden mehr als 1.700 Beratungen bei rund 700 Senioren durchgeführt. Finanziell unterstützt wurde es durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung sowie kommunalen Landesverbänden. Eine praktische Handreichung für Kommunen zur Umsetzung präventiver Hausbesuche kann kostenlos auf der Website des DIP heruntergeladen werden.

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