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5 Schritte gegen Mobbing im OP

Die Ergebnisse des aktuellen OP-Barometers 2017 haben gezeigt, dass mehr als jeder dritte Befragte Mobbing oder Ansätze davon in seinem Arbeitsbereich erlebt. Thomas Busse, Leiter der Studie, sieht Führungskräfte in der Pflicht, um gegen bestehende Mobbing-Probleme im OP vorzugehen.

Er schlägt folgende 5 Schritte vor:

  1. Datengrundlage schaffen
    Am Anfang macht es Sinn, die beteiligten Akteure im OP-Bereich über alle Berufsgruppen anonym zu befragen, ob das Thema Mobbing im OP für sie subjektiv relevant ist und wenn ja, in welcher Form.
  2. Anerkennen, dass es das Thema Mobbing im OP-Bereich gibt
    Durch eine Erhebung kann deutlich werden, dass das Thema Mobbing relevant ist. In diesem Fall liegt es an der obersten Führung des Krankenhauses, dieses auf die Tagesordnung zu setzen und offen mit den leitenden Führungskräften zu kommunizieren. Primäres Ziel der Führungskräfte sollte auf alle Fälle sein, gemeinsam eine Gegenstrategie zu entwickeln.
  3. Mitarbeiter über direkte Vorgesetzte für das Thema sensibilisieren
    Im nächsten Schritt ist es sinnvoll, dass die leitenden Vorgesetzten, also Chefarzt und Pflegedienstleitung, ihre Mitarbeiter über das Thema und die gefundene Strategie informieren.
  4. Definition von Mobbing-Handlungen aus Sicht des Arbeitgebers
    Ein wesentlicher Baustein einer Gegenstrategie ist weiterhin, dass der Arbeitgeber einen Katalog erstellt, welche Aktivitäten aus seiner Sicht unter das Thema Mobbing fallen, zum Beispiel Beleidigungen oder Fehlinformationen. Damit bekommen die Beteiligten eine konkrete Vorstellung, was die oberste Führung des Krankenhauses als nicht adäquat im Umgang untereinander ansieht und worauf in Zukunft eher geachtet werden muss.
  5. Neutrale Plattform für moderierten Austausch zwischen Konfliktparteien
    Um vorhandene Konflikte gar nicht erst in Mobbing-Aktivitäten abgleiten zu lassen, empfiehlt es sich, eine neutrale Anlaufstelle zu installieren. In dieser können vorhandene Konflikte, zum Beispiel zwischen einzelnen Personen, besprochen und eventuell auch gelöst werden. Entscheidend ist bei dieser Anlaufstelle, dass sie auf Bitten einer Konfliktpartei angerufen werden kann und die andere Konfliktpartei sich verpflichtend dem Konfliktgespräch stellen muss.

Die Befragung hat außerdem gezeigt, dass es deutliche Unterschiede gibt, wie die verschiedenen Berufsgruppen Mobbing empfinden. Auffallend ist zudem, dass die Mobbing-Empfindung in OP-Bereichen über acht OP-Sälen deutlich zu steigen scheint, während in sehr kleinen Einheiten die Thematik zwar vorhanden, aber doch deutlich weniger ausgeprägt ist.

Einzelheiten dazu lesen Sie im ausführlichen Artikel von Professor Busse in der aktuellen Ausgabe von Die Schwester Der Pfleger.

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