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Grüne werfen Regierung in Sachsen Tatenlosigkeit vor

Die Grünen im sächsischen Landtag werfen der Staatsregierung mit Blick auf den sich weiter verschärfenden Pflegenotstand Untätigkeit und Schönrederei vor. "Sie hat keinen Plan und täuscht Handeln vor", kritisierte Fraktionschef Volkmar Zschocke am Donnerstag in Dresden.

Die von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigten "Regionalbudgets" und "Regionaldialoge" seien nur Worthülsen, konkrete Maßnahmen in dieser Legislatur nicht zu erwarten. Es sei noch immer völlig unklar, wie der Staat die Probleme tatsächlich lösen wolle, zitiert die Nachrichtenagentur dpa Zschocke weiter.

Die Grünen sehen dringenden Handlungsbedarf und fordern in einem Positionspapier "ein selbstbestimmtes Leben so lange wie möglich". Individuelle Angebote – Pflege-WGs oder Mehrgenerationenwohnen – und generationsübergreifende Quartiere in Kommunen müssten gefördert, pflegende Angehörige entlastet und beraten werden. Es brauche bessere Arbeitsbedingungen und Entlohnung – zur Spitze im Bundesvergleich fehlten fast 1.000 Euro brutto. Zudem müsse in Ausbildung investiert und der Beruf attraktiver gemacht werden.

Sachsen habe neben Rheinland-Pfalz den größten Fachkräftemangel, es fehlten fast 1.500 Altenpfleger, etwa 47 Prozent der Betroffenen würden von Angehörigen gepflegt, die zunehmend überlastet seien, so Zschocke. In Krankenhäusern müssten Pfleger mehr als doppelt so viele Patienten betreuen wie vor 15 Jahren.

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