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Spahn: "Lassen Sie uns gemeinsam die Negativspirale durchbrechen"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Rahmenbedingungen in der Pflege in den kommenden drei Jahren deutlich verbessern, damit Pflegende ihren Beruf wieder als attraktiv empfinden. "Daran möchte ich mich messen lassen", sagte der CDU-Politiker am Donnerstagvormittag in seinem Grußwort auf dem Junge Pflege Kongress 2018 in Bochum. Rund 2.200 Besucher nehmen an der Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Junge Pflege im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest teil. Sie findet in Kooperation mit BibliomedPflege und der Fachzeitschrift Die Schwester Der Pfleger statt. 

Pflege sei ein "wundervoller Beruf", der angesichts der steigenden Zahl von Pflegebedürftigen Zukunft habe und vielfältige Karrieremöglichkeiten biete. Spahn konstatierte, dass die Arbeitsbelastung in den vergangenen zwei Jahrzehnten jedoch kontinuierlich zugenommen habe. Viele Pflegende seien aufgrund von "Frust und Krankheit" aus dem Beruf ausgestiegen, was die Arbeitsbelastung für die verbleibenden Kollegen erneut gesteigert hätte. Zudem sei in Krankenhäusern zu lange auf Kosten der Pflegenden gespart worden. Der CDU-Politiker berichtete, dass er schon von Auszubildenden in der Pflege die Rückmeldung erhalte, dass sie dem "Spagat zwischen Anspruch und Druck" nicht gerecht würden. 

Der Bundesminister versprach, die "Negativspirale" umkehren zu wollen. "Dies geht aber nicht in zwei Wochen", sagte Spahn im Ruhrcongress Bochum. "Bitte geben Sie mir Zeit, um die Pflege Schritt für Schritt attraktiver zu machen." Er warb darum, ihn dabei zu unterstützen: "Wir durchbrechen die Negativspirale nur gemeinsam. Bringen Sie sich ein und ziehen Sie sich nicht zurück." Spahn bot an, Junge Pflege Kongresse auch in den kommenden Jahren zu besuchen. "Dann können wir gemeinsam überprüfen, ob sich die Rahmenbedingungen verbessert haben." 

Als konkrete Maßnahmen, die von der Bundesregierungen zur Attraktivitätssteigerung der Pflege bereits angegangen worden seien, nannte Spahn die Ausbildungsreform, die er weiter konsequent umsetzen wolle. Sie biete "Chancen für Aufstieg und Weiterentwicklung". Zudem sei die Zahl der Ausbildungsplätze um 30 Prozent gesteigert und erste Schritte für bessere Verdienstmöglichkeiten in der Pflege angegangen worden. So könne ab sofort jedes Krankenhaus neue Pflegestellen zu 100 Prozent refinanzieren. Spahns Ziel sei zudem, dass in jedem der 13.000 Pflegeheime neues Pflegepersonal ankomme. Er selbst wisse nicht, wie die Zahl von 8.000 zusätzlichen Pflegekräften im Koalitionsvertrag zustande gekommen sei.

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