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Ausbildung: Arbeitgeberpräsident warnt vor "überzogenen" Anforderungen

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, befürchtet, dass Berufsanfänger in der Pflege künftig überfordert würden. Die Auszubildenden würden durch die geplante Neuregelung des Pflegeberufegesetzes abgeschreckt, sagte Kramer der Bild-Zeitung am Montag.

"Wir brauchen junge Menschen mit normalen Schulnoten aber viel Herzenswärme und Geduld gerade in der Altenpflege", so der BDA-Chef gegenüber der Zeitung weiter. "Wenn wir sie mit Anforderungen eines Studiums 'Medizin light' abschrecken und überfordern, verschärfen wir den Pflegenotstand."

Kramer verwies auf die nun vorgelegte Ausbildungsverordnung für den künftigen Pflegeberuf, die ab 2020 gelten soll. Pflegende sollen danach künftig unter anderem über "ein breites Verständnis von spezifischen Theorien und Modellen zur Pflegeprozessplanung" verfügen. Außerdem sollen sie "pflegebezogene Daten anhand von pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen erheben und interpretieren".

Diese Anforderungen seien völlig überzogen. Denn mehr als die Hälfte der Auszubildenden in Pflegeberufen habe nur den Hauptschulabschluss.

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