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Tarifeinigung: Kommunal beschäftigte Pflegende erhalten 7,5 Prozent mehr

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen erhalten bis März 2020 im Schnitt insgesamt 7,5 Prozent mehr Geld. Darauf einigten sich die Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei den Tarifverhandlungen zum öffentlichen Dienst. Die Laufzeit des Vertrags beträgt 30 Monate. Mitarbeiter in den Kliniken sollen künftig den vollen Nachtzuschlag bekommen. Zudem sieht die Einigung vor, dass die Klinik-Mitarbeiter in drei Stufen drei Tage mehr Urlaub für Wechselschichten erhalten sollen.

Die Gehälter der kommunalen Beschäftigten werden schrittweise erhöht: Rückwirkend steigen die Einkommen ab März dieses Jahres im Durchschnitt um 3,19 Prozent. Ab April 2019 werden sie nochmals um 3,09 Prozent erhöht und ab März 2020 um weitere 1,06 Prozent. Zudem sieht die Einigung eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro vor. Die Verhandlungspartner legten außerdem fest, dass die Jahressonderzahlung Ost an das Westniveau angeglichen wird. Auszubildende erhalten darüber hinaus in diesem und im kommenden Jahr jeweils 50 Euro mehr. Ihr Urlaubsanspruch steigt auf 30 Arbeitstage.

In die Tarifeinigung einbezogen sind alle Beschäftigten im Pflegedienst in kommunalen Krankenhäusern und Altenpflege-Einrichtungen sowie Pflegekräfte in den Bundeswehrkrankenhäusern, die nicht im Soldatenverhältnis stehen. Das bestätigte Onno Dannenberg, Verdi-Bereichsleiter Tarifpolitik öffentlicher Dienst, gegenüber BibliomedPflege. Eine Unterscheidung nach examinierten und nicht examinierten Pflegekräften gebe es nicht. Für die Universitätskliniken und Psychiatrien, die zum Bereich der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) gehören, sei nicht verhandelt worden, weil für den Bereich der TdL noch der zweijährige Tarifabschluss aus dem Jahr 2017 gilt.

Verdi-Chef Frank Bsirske zeigte sich erfreut über die Einigung. Er sprach vom „besten Ergebnis seit vielen Jahren“. Auch der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, Thomas Böhle, zeigte sich zufrieden: "Insgesamt ist der vereinbarte Kompromiss für uns akzeptabel", sagte er.

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