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Personaluntergrenzen: Katholische Krankenhäuser warnen vor mehr Bürokratie

Vor der heutigen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags zum Personalmangel in der Pflege, hat der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (KKVD) seine Bedenken zu Personaluntergrenzen geäußert. Der Verband warnte vor mehr Bürokratie, wenn die Bundesebene Personalanhaltszahlen für alle bettenführenden Abteilungen vorgebe. Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD auf dieses Vorhaben festgelegt. Dadurch bleibe jedoch weniger statt mehr Zeit für die Pflege am Bett, kritisiert der KKVD in einer Pressemitteilung.

Die Nachweispflicht über eine adäquate, täglich zu dokumentierende Besetzung der Stellen verlange den Kliniken einen hohen Zeitaufwand ab, so der KKVD. Die Vorgaben würden auch Folgen für die Versorgung haben, erklärte die Sprecherin der KKVD-Geschäftsführung, Bernadette Rümmelin: "Da die Kliniken ad hoc ihre Leistungen einschränken müssen, wenn sie die Vorgaben aufgrund globaler Ursachen wie beispielsweise Grippewellen oder der Mangelsituation auf dem Arbeitsmarkt für Pflegekräfte nicht einhalten können, drohen künftig Engpässe im gesamten Versorgungsangebot." 

Der Gesundheitsausschuss befasst sich am heutigen Dienstag mit dem Pflegepersonalmangel in Altenheimen und Krankenhäusern. Dazu werden unter anderem Vertreter von Klinik-, Pflege- und Patientenverbänden gehört. Dabei werden auch die Personalvorgaben für die Pflege in Kliniken thematisiert werden. Der Deutsche Bundestag hatte der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem GKV-Spitzenverband im vergangenen Jahr vorgegeben, bis zum 30. Juni 2018 Untergrenzen für pflegesensitive Bereiche festzulegen. Die Ausarbeitung gestaltet sich jedoch schwierig. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD zudem bereits angekündigt, dass für alle bettenführenden Abteilungen eines Hauses Personalvorgaben erarbeitet werden sollen.

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