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Heimbewohner müssen immer mehr zahlen

Die Pflegeheimkosten sind seit Mai 2017 bundesweit um durchschnittlich gut drei Prozent gestiegen. Anfang 2018 mussten Pflegebedürftige für die Unterbringung in Heimen im Schnitt rund 1.700 Euro pro Monat zahlen. Das hat das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet unter Berufung auf Daten des Verbands der Privaten Krankenversicherung.

Der Auswertung liegen Angaben zu 11.400 vollstationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland zugrunde. Der durchschnittliche Betrag, der für Pflege, Unterkunft, Essen und Investitionskosten in den Heimen zu entrichten ist, unterscheidet sich jedoch von Bundesland zu Bundesland erheblich. Am höchsten war den Daten zufolge der Eigenanteil Anfang dieses Jahres mit gut 2.263 Euro in Nordrhein-Westfalen. Im Vergleich dazu lag der Eigenanteil zum Beispiel in Niedersachsen bei rund 1.423 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern bei knapp 1.162 Euro und in Sachsen bei 1.170 Euro – einen Anstieg gab es überall.

Grund für die starken regionalen Unterschiede seien unter anderem die Verträge für die personelle Ausstattung in Pflegeeinrichtungen, die in den Ländern ebenso variieren wie die Höhe der Bezahlung von Pflegefachpersonen.

Patientenschützer fordern ein Gegensteuern der Politik. "Für viele Heimbewohner kommt jetzt das böse Erwachen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem Redaktionsnetzwerk. Die Kosten stiegen "in einigen Regionen um bis zu 30 Prozent". Brysch forderte, den Eigenanteil für Heimbewohner an Pflegekosten auf 300 Euro zu begrenzen.

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